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Saison 1960/1961
5. Spieltag - So., 11.09.1960, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - Kickers Offenbach
0:1 (0:1)
Als Pohl in den ersten 20 Minuten drei nie wiederkehrende Chancen ausließ, war das Spiel für die Fürther bereits verloren. Nur ein Tor hätte diesem zerfahrenen Angriff Sicherheit und Linie geben können. Nichts drückt deutlicher seine Harmlosigkeit aus, als die Notmaßnahme Trainer Schades, „Ertl" Erhard in den letzten 15 Minuten nach vorne zu beordern, um vielleicht doch noch einen Punkt zu retten. Aber der Nationalstopper hatte in den vorhergehenden 75 Minuten zusammen mit seinen beiden blutjungen Verteidigern schon soviel Schwerstarbeit leisten müssen, dass man von ihm keine Steigerung mehr erwarten durfte.
Fürths Abwehr schuftete 90 Minuten lang hinter einem Angriff, dem diesmal jedes Oberliga-Niveau abging. Kein System, kein Aufbau von den Halbstürmern, kein genaues Zuspiel, keine Einfälle und keine Ideen, ohne Herz und Mumm, einfach zum Verzweifeln. Dabei hatte diese Fünferreihe in den letzten beiden Spielen sechs Tore erzielt....
Aber die Offenbacher waren - wie nicht anders zu erwarten - kein Ulm und kein Waldhof. Schon vor Spielbeginn sagte uns Trainer Cuvaj, dass die Mannschaft bei der überraschenden 0:1-Heimniederlage gegen den VfR Mannheim spielerisch keineswegs enttäuscht hätte, sondern nur vor des Gegners Tor erschreckend harmlos gewesen sei. Es überraschte daher nicht, dass die Kickers ein harmonisches Mannschaftsspiel wie eh und je hinlegten, dass sie verstehen, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und dabei ein Zuspiel zu pflegen, das dem der Fürther um eine Klasse überlegen war. Ganz zu schweigen von den Routiniers und Individualisten Kraus, Kaufhold und Gast, die nun schon Jahre nebeneinander stürmen und sich blind verstehen. Überraschender war hier schon, dass sich der Ex-Schweinfurter Burkhardt (wertvollster Aufbauspieler) und der noch kaltschnäuziger gewordene Weber reibungslos in die Maschinerie einfügten.
Und doch fehlt den Kickers im Augenblick noch einiges, um wieder ein wichtiges Wort im Süden mitzusprechen. Gegen ein so harmloses Kleeblatt darf man nicht noch in die Gefahr kommen, noch einen Punkt zu verlieren. Hätte Schmidt nicht die Nerven verloren und den ihm von Schiedsrichter Hubbuch geschenkten Elfmeter an die Querlatte gedonnert (70. Minute) - "Ossi" markierte geschickt ein Foul Nubers - wer weiß, wie es noch gekommen wäre. 90 Minuten lang vermisste man bei allem klugen Rochieren, bei all den gekonnten Ballstafetten doch den letzten Biss, für klare Verhältnisse zu sorgen, das alles entscheidende 2:0 zu erzielen.
Der junge Weber hatte diesen Biss beim alles entscheidenden Treffer (10.): Elastisch schnellte er einen Freistoß von Lichtl entgegen - Groß hatte die Gazelle Kraus gefoult - und rammte den Ball in die rechte Torecke. Gußner, Erhard, alle standen wie angewurzelt, und der sonst zuverlässige Geißler klebte auf der Linie, war sich unschlüssig, anstatt schon dem Flankenball entgegenzusteigen. Wie wirds dem Kleeblatt mit einem solchen Angriff am Sonntag im Zabo ergehen?

Vorspiel der Reserven: SpVgg Fürth - Kickers Offenbach 2:3
SpVgg Fürth: Geißler - Gußner, Groß - Ehrlinger, Erhard, Bauer - Siebenkäss, O. Schmidt, Pohl, Wein, Brzuske - Trainer: Horst Schade
Kickers Offenbach: Groh - Waldmann, Sattler - Lichtl, Nuber, Wade - Kraus, Kaufhold, Weber, Burkhardt, Gast - Trainer: Bogdan Cuvaj
Tore: 0:1 Weber (10.)
Schiedsrichter: Hubbuch (Bruchsal)
Zuschauer: 7000
Besondere Vorkommnisse: Schmidt schießt Foulelfmeter an die Latte (70.)
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