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Saison 1960/1961
9. Spieltag - So., 09.10.1960, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - VfR Mannheim
1:3 (1:1)
Es hat zwei Ursachen, daß die Fürther zur Kirchweih keinen Sieg ihrer Mannschaft feiern können. Der taktische Schachzug des Mannheimer Trainers "Fips" Rohr, seinen Torjäger Bast auf Rechtsaußen zu stellen, war die eine. Ein spielentscheidender Fehler des Fürther Torwarts Geißler in der 52. Minute die andere. So erkämpfte sich Mannheim zwei wertvolle Auswärtspunkte, völlig verdient nach der weit besseren Leistung in der zweiten Halbzeit.
Wie gut hatte Fürths Elf das 0:1 durch Arnold überstanden! Durch einen frühen Ausgleich kam Ruhe und Übersicht in das Fürther Sturmspiel. Stumptner rackerte sich mächtig ab, und es war ihm zu gönnen, dass er den Ausgleich schoss. Die Mannheimer Deckung hatte bange Minuten zu überstehen. Mittelläufer Schreck, die beiden Verteidiger und auch die Außenläufer bedienten sich zu dieser Zeit manchmal sehr harter Abwehrmittel, um den lebendigen Sturm der Fürther zu bremsen. Leider drängten die beiden Fürther Außenstürmer Pohl und Brzuske zu sehr in die Mitte und erleichterten der gegnerischen Abwehr die Arbeit. Im VfR-Sturm versuchte sich Bast ebenfalls in der Mitte durchzusetzen. Mittelstürmer Hoffmann hing viel zuweit zurück, und der konditionsstarke Erhard konnte so beide VfR-Stürmer kaltstellen. Die beiden Halbstürmer Arnold und Franken hingen ebenfalls weit zurück, wodurch keine Linie ins Mannheimer Angriffsspiel kam. Nach der Pause kam mit dem 1:2 der Schock für die Fürther Elf. Torhüter Geißler blieb bei einem Eckball wie gebannt stehen und schaute zu, wie der vor ihm postierte Franken den Ball über die Linie nickte. Nun spielten der Fürther so, wie man es in den letzten Spielen gegen Offenbach, Nürnberg, Eintracht gewohnt war. Kein Direktspiel mehr, kein langer Pass! Planlos wurde der Ball gedroschen. Jetzt bewährte sich der taktische Schachzug von „Fips" Rohr. Bast setzte seinen Sturm vom Außenposten her geschickt ein. Franken und Arnold knüpften die Fäden im Mittelfeld. Als dann Erhard auch noch in den Angriff wechselte, klaffte in der Fürther Abwehr ein Loch. Es war nur eine Frage der Zeit, wann das dritte Mannheimer Tor fallen würde. Der Fürther Sturm konnte selbst vom agilen Erhard nicht profitieren, denn Schmidt, Pohl und Brzuske verstolperten selbst die besten Vorlagen des Fürther Nationalspielers. Die schwache Leistung Gottingers zeigte sich dann beim dritten Tor durch Arnold, als er seinem Gegenspieler wiederum nicht folgen konnte.
In der Reserve haben wir mit einem jungen ungarischen Torwart und einem startschnellen Mittelstürmer zwei Talente gesehen, die es verdienen, bald einmal zum Zuge zu kommen.
Fürths Trainer Schade war niedergeschlagen. „Wir hatten gute Torchancen vor der Pause, und dann muss ein solch krasser Abwehrfehler von Geißler unserer Elf das Genick brechen. Die Leistung von Erhard ist bewundernswert, doch gegen eine massierte Deckung und mit schwachen Nebenspielern kann auch er es nicht schaffen. Man muss den Nationalspieler bestaunen, dass er nun schon Sonntag für Sonntag eine solch tolle Leistung erreicht. Gut auch wieder der junge Gußner." Freude natürlich bei den Mannheimern. Sie bedankten sich bei Bast. „Fips" Rohr meinte: „Wenn der Torjäger auch keinen Treffer erzielte, die meiste Wirkung ging doch von ihm aus!"

Vorspiel der Reserven: SpVgg Fürth - VfR Mannheim 2:0
SpVgg Fürth: Geißler - Gußner, Bauer - Ehrlinger, Erhard, Gottinger - Pohl, Stumptner, O. Schmidt, Schneider, Brzuske - Trainer: Horst Schade
VfR Mannheim: Benzler - Wäckerle, Wichmann - Rehbein, Schreck, Heckmann - Bast, Arnold, Hoffmann, Franken, Albert - Trainer: Philipp Rohr
Tore: 0:1 Arnold (6.), 1:1 O. Schmidt (13.), 1:2 Franken (52.), 1:3 Arnold (85.)
Schiedsrichter: Sparring (Kassel)
Zuschauer: 4000
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