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Saison 1959/1960
1. Spieltag - Sa., 22.08.1959, 17:30 Uhr
Eintracht Frankfurt - SpVgg Fürth
5:3 (3:2)
Großkampfstimmung gleich beim Start am Riederwald. Die Fürther ziehen mächtig. In den letzten vier Jahren haben sie in Frankfurt gegen die Eintracht gewonnen. Nun sind die Adlerträger Deutscher Meister. Nun hofft man, dass endlich auch einmal die Serie der Niederlagen gegen Fürth abreißt. Kilometerlange Autoschlangen ziehen im Schneckentempo aus der City an den Riederwald. Die Stimmung ist gedämpft optimistisch. Im Gegensatz zu den Vorjahren spielen die "Kleeblättler" durchaus offen. Erster Höhepunkt: Mit einer langen Verlage geht Alfred Pfaff, von Ehrlinger aus den Augen gelassen, auf und davon und wird im Strafraum vom verfolgenden Ehrhardt gelegt. Den verhängten Elfmeter schießt Stein nicht plaziert genug, GeißIer hält ausgezeichnet.  Einen Mordsschuss des nach rechts abgedrängten Stein faustet Geißler glänzend zur Ecke. Die Eintracht drückt beängstigend. Weilbächers Schuss kann Geißler nicht erreichen, Bauer köpft das Leder aus dem leeren Tor, Schmolke bereinigt die Situation durch famosen Rückzieher vollends. Und dann steht es 0:1! Als Lutz ein unnötiges Rückspiel riskiert, Stumptner ist zur Stelle und schiebt den Ball leere Tor. Nun sind die Fürther plötzlich da. Schneider schickt Landleiter in die Gasse, dessen schöner Schuss aus zwölf Metern Entfernung unhaltbar für Loy einschlägt.
Doch der Deutsche Meister fängt  sich wieder. Innerhalb von zwei Minuten schafft er den Ausgleich: Bäumlers hohen Schuss von der Strafraumgrenze hätte Geißler halten müssen. Der krachende Schuss Lindners zum 2:2 ist jedoch unhaltbar. Einen Freistoß Pfaffs kann Geißler nur noch zu Kreß lenken, dessen Hereingabe Stein ans nächster Nähe eindrückt. Die Eintracht führt 3:2! Eine tolle Leistung nach dem 0:2, würdig eines Deutschen Meisters! Erhard kann gerade noch vor dem wild anstürmenden Stein zur Ecke retten. Dann ist Pause.
Bei aller Anerkennung der schönen Spielzüge Fürths, Eintracht war besser in der Gesamtleistung und hatte nicht nur mehr vom Spiel, sondern auch weitaus mehr Torgelegenheiten als die Franken.
Eine Minute nach dem Wechsel: Kreß rast rechts durch, kommt an Koch vorbei, Erhard reklamiert abseits, die Fürther Hintermannschaft bleibt stehen, Kreß schießt an die Unterkante der Latte - das Leder liegt im Netz. Fürth kämpft unentwegt weiter. Einen Schuss des brandgefährlichen Stumptner lenkt Loy über die Latte. Plötzlich ist alles wieder offen: Appis hat einen Freistoß durch die Mauer ins Tor geknallt. Ein herrliches Spiel, die Zuschauer gehen begeistert mit. Immer wieder wird Stumptner gefährlich, doch nach wie vor ist Max Appis der geistige Lenker des Fürther Sturms.
Eine Prachtleistang Lindners, der Stein gekonnt freispielt, bringt das 5:3 und die Entscheidung. Fürth hat nicht mehr die Kraft zu einem kraftvollen Endspurt.
Der Sieg der Eintracht ging diesmal in erster Linie auf das Konto ihres Sturms, in dem jeder einzelne Tore schießen kann und der junge Lindner seinen steilen Form-anstieg dokumentierte. Er kann einst die Dirigentenrolle Alfred Pfaffs übernehmen (so wie in der zweiten Halbzeit!). Die Abwehr dagegen war oft sträflich offen. Das „Kleeblatt" lebte In erster Linie von der Routine Erhards (der sich sein Abseitsreklamieren abgewöhnen sollte), den Rettungstaten Bauers, der geschickten Regie von Max Appis und dem klugen Einfügen Stumptners. Das Sturmspiel in seiner Gesamtheit reichte in keiner Phase an die Klasse des Deutschen Meisters heran. Sie dürfte derzeit bei uns konkurrenzlos sein.

Vorspiel der Reserven: Eintracht Frankfurt - SpVgg Fürth 2:0
 
Eintracht Frankfurt: Loy - Eigenbrodt, Höfer - Stinka, Lutz, Weilbächer - Kreß, Lindner, Stein, Pfaff, Bäumler - Trainer: Paul Oßwald
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, Koch - Ehrlinger, Erhard, Schmolke - O. Schmidt, Appis, Schneider, Stumptner, Landleiter - Trainer: Horst Schade
Tore: 0:1 Stumptner (22.), 0:2 Landleiter (24.), 1:2 Bäumler (34.), 2:2 Lindner (36.), 3:2 Stein (40.), 4:2 Kreß (46.), 4:3 Appis (51.), 5:3 Stein (65.)
Schiedsrichter: Fritz (Ludwigshafen)
Zuschauer: 25000
Besondere Vorkommnisse: Geißler hält Foulelfmeter von Stein
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