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Saison 1959/1960
13. Spieltag - So., 29.11.1959, 14:30 Uhr
SpVgg Fürth - 1860 München
2:0 (0:0)
Vierzehnter gegen Dritten der Tabelle in der Oberliga Süd! Darf man überhaupt solche Vergleiche ziehen? Wer zufällig den Ronhof besuchte, könnte beim 14. eher auf 1860 getippt haben. Eine Elf, die vorne ernsthaft mitsprechen will, muss mehr Angriffsgeist, mehr Schussgewalt zeigen, mehr Teamgeist ausstrahlen. Das waren Löwen ohne Krallen, Harmlos, verspielt, ohne Biss.
Ganz anders die Fürther! Nach einem 0:6 in Offenbach musste man den getreuen Anhang versöhnen. Das gelang zwar nicht in echt fürtherischer Spielart, mehr durch Geist, Kraft und zuweilen gescheites, raumgreifendes, ideenreiches Spiel. Zunächst sollte, nein musste das Zu-Null gehalten werden. Dafür sorgten der reaktionsgewandte, diesmal endlich energisch zupackende Geißler, der ehrgeizig wie lange nicht Kölbl schwer zusetzende Erhard und den immer stärker in seine Seitenlänferrolle hineinwachsende Gettinger. Er muss bloß noch etwas frecher, selbstbewusster werden. Fast eine Stunde hielt die enggezogene, rücksichtslos verteidigende 60er-Deckung den zu schüchtern angreifenden Fürther Sturm. Noch musste Richard Gottinger erst Fuß fassen, noch irrte Landleiter zu oft in der Mitte herum. Aber zwischen dem vor Ehrgeiz förmlich sprühenden Heidner, dem langsam wieder kommenden Schneider und dem erstaunlich durchtrainierten Schmidt lief einiges recht nett. Es ging vorwärts, die 60er-Deckung wurde beschäftigt, sie wurde
gehetzt, und das gab das Signal für die beiden Treffer. 
1:0 (57.): Wieder stört Erhard einen Münchner Angriff, schließt energisch auf, seine Vorlage wird kurz abgewehrt, aber Heidner bedankt sich mit einem herrlichen Direktschuss. Welcher Torhüter wollte diesen Ball bloß halten. 
2:0 (67.): Fürths Spiel hat Farbe und Sicherheit erhalten. Landleiter kann ungedeckt durchlaufen. Seine Maßflanke verfehlt Bechtold, doch hinter ihm steht Heidner und schiebt ein.
Die 60er mögen entschuldigend einwerfen, dass sie kurz hintereinander Metzger, Simon und Albert durch Verletzungen ersetzen mussten. Dennoch sollte man von einem Dritten mehr erwarten dürfen. Ob dieses harmlose Anstürmen allein durch das Fehlen von Feigenspan und Auernhammer zu entschuldigen ist? Ich glaube nicht.

Vorspiel der Reserven: SpVgg Fürth - 1860 München 4:0
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, Koch - Gettinger, Erhard, Ehrlinger - O. Schmidt, Schneider, Heidner, Gottinger, Landleiter - Trainer: Horst Schade
1860 München: Bechtold - Metzger, Pfanzelt - Zausinger, Stemmer, Simon - Albert, Fallisch, Kölbl, Lihl, Heiß - Trainer: Hans Hipp
Tore: 1:0 Heidner (57.), 2:0 Heidner (67.)
Schiedsrichter: Riegg (Augsburg)
Zuschauer: 9000
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