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Saison 1959/1960
25. Spieltag - So., 13.03.1960, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - FC Bayern Hof
0:1 (0:0)
Resigniert der Blick der Fürther, wenn die Katze Kästner den Ball in den Fangarmen festhielt. Der Hofer Torwart erinnerte im giftgrünen Wolljersey an Harry Gregg. Aber nicht nur die Pulloverfarbe lässt den etwas kühnen Vergleich zu, nein, in der eiskalten, reaktionsschnellen Art des einfach unschlagbaren Hofer Torwarts erkannten wir den absoluten Könner, der in englischer Manier, ohne jedes Beiwerk, den verdienten Sieg Hofs sicherte.
An ihm zerschellte in den ersten, von Fürth feldüberlegen geführten 45 Minuten Fürths Moral, die auf Sieg eingestellt war. Selbst die raffiniertesten Schüsse von Schmidt und Appis meisterte Kästner. Wohldurchdacht, breiter angelegt in den Aktionen als sonst, so führte Max Appis seinen Sturm, aber selbst so selbstbewusst sich steigernde Leute wie Siebenkäss und Gettinger verzweifelten an der Klasse Kästners. Stopper Hörath unterstützte ihn freilich in allen brenzligen Situationen der ersten Halbzeit prächtig und fegte mit eisernem Besen, doch stets fair, den Strafraum sauber. Das war schon nötig, denn die anderen Abwehrspieler ließen sich von den „Kleeblättlern" zuweilen doch arg narren.
Als Fürth nach dem 0:1-Konterschlag der Hofer stürmte, Erhard wie gewohnt als sechster Mann angriff, verteidigte Hof massiert, aber geschickt den Vorsprung. Niemand möge deswegen die Hof er als „Maurer" bezeichnen, oh nein! Denn die „Bayern" zogen in den ersten 45 Minuten, als Fürth wie der klare Sieger aussah, ein durchaus offenes Spiel auf. Ehrlich gestanden: wir glaubten nach dem Tempo und der Rasse des Kampfes an ein vorzeitiges Erlahmen der Hofer Kondition. Doch die schier unbezwingllche, kämpferische Einstellung Horns, der als Ballschlepper, Aufbaudirigent und schusskräftiger Mannschaftsspieler seinen Ruf als Talent unterstrich, zündete den Funken in seinen Teamkameraden. Ja - ein Team war dieses Hof, das nie und nimmer absteigen wird. In der Gefahr, als Fürths Ausgleich bedrohlich über ihrem Tore schwebte, verbissen, ja verkrallten sich die Außenläufer, der starke rechte Flügel und der noch ungeschliffene Naturbursche Fischer in der Mitte in ihre wohl vorwiegend defensive Aufgabe - aber jeder Entlastungsangriff ließ höchste Gefahr in Fürths Strafraum aufflammen.
Das Tor des Tages fiel in der 54. Minute: Fischer feuerte aus 14 Metern einen Drehschuss ab, obwohl ihm Horn mit der Hand noch eine Gasse zum Abschluss einer zwingenden Kombination gewiesen hatte. Doch das war unnötig. Den flachen Schuss konnte Hassold nicht parieren.
Dem 1:0 waren, wie gesagt, genug Fürtner Chancen vorausgegangen. Saalfrank rettete in der 3. Minute auf der Linie, Schmidts Bombe traf aus 18 Metern (13.) den Pfosten, an die gleiche Stelle übrigens, in der (81.) ein Gewaltschuss von Horn klatschte!
Den unglücklichen Tag, den Fürth gegen das starke Hofer Team hatte, typisierte Spielausschussmitglied Georg Denk am besten: „Schöner und zahlreicher kann man die Schüsse nicht anbringen. Aber ein Torwart, der Schüsse aus drei Metern hält, entnervte uns."

Vorspiel der Reserven: SpVgg Fürth - FC Bayern Hof 4:1 (3:0)
SpVgg Fürth: Hassold - Bauer, Koch - Erhard, Emmerling, Ehrlinger - Siebenkäss, Appis, Gettinger, O. Schmidt, Landleiter - Trainer: Horst Schade
FC Bayern Hof: Kästner - Zollfrank, Saalfrank - Beyerlein, Hörath, Werner - Lindner, Greim, Fischer, Horn, Richter - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 0:1 Fischer (54.)
Schiedsrichter: Treiber (Wurmlingen)
Zuschauer: 8000
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