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Saison 1958/1959
16. Spieltag - So., 11.01.1959, 14:30 Uhr
Waldhof Mannheim - SpVgg Fürth
4:2 (3:1)
Dieses für die Waldhöfer so ungemein wichtige Spiel trug nicht den Stempel der Torschlusspanik. Es war ein tempogeladenes Treffen, das mit einem Elan sondersgleichen bestritten wurde. Anfangs hatten die gefällig und präzise kombinierenden Fürther Vorteile, so dass man den Waldhöfern kaum eine Chance einräumte. Als in der vierten Minute Rechtsaußen Schmidt das „Kleeblatt" in Führung gebracht hatte, sah es schlecht aus für die gegen den Abstieg kämpfenden Waldhöfer. Doch als Hohmann (10. Minute) einen Freistoß unhaltbar verwandelte, gab es einen mächtigen Auftrieb bei den „Blau-Schwarzen".
In der 30. Minute kamen sie aber erst durch ihren Mittelstürmer Lebefromm zum Führungstor. Kurz darauf ereignete sich ein bedauerlicher Vorfall. Straub und Geißler prallten auf der Fürther Torlinie zusammen. Beide Spieler blieben liegen, eine Unterbrechung des Spieles war unvermeidlich. Straub musste weggeführt werden, während Geißler mit einer schweren Armverletzung für die ganze Dauer des Spieles ausfiel. Straub kam wohl nach dem Wechsel wieder, doch war er nur noch mit halber Kraft dabei. Verteidiger Schmolke ging in das Fürther Tor und machte seine Sache recht gut.
Einzig und allein dem tatkräftigen Einsatz von Erhard ist es zu verdanken, dass die Fürther nach der Pause eine noch so ungemein gefährliche Rolle spielen konnten. Der Nationalspieler tauchte plötzlich im Mittelfeld und dann sogar im Sturm auf, wo er seine Nebenleute mitriss. Wären seine Vorlagen etwas weicher angekommen, sicherlich wäre noch manche kritische Situation vor dem Waldhof-Tor entstanden. Entscheidend für den Sieg der Waldhöfer war wohl deren druckvollere Stürmerleistung. Hohmann als Triebfeder, Cornelius als guter Mittelspieler und Pilz als Dribbler und Schütze waren die ausschlaggebenden Waldhöfer.
Bei den Fürthern vermisste man das sonst so flüssig laufende und taktisch kluge Mittelfeldspiel, dem Ehrlinger und Gettinger nicht gerecht werden konnten. Dazu war die Waldhöfer Gegenwirkung zu stark. Bauer und Schmolke gaben ein ausgezeichnetes Verteidigerpaar ab. Die Halbstürmer Schneider und Appis  waren erst nach dem Wechsel gute Verbinder
Auf der Gegenseite erwiesen sich die Waldhöfer Außenläufer Kleber und Zeiß als taktisch kluge and vor allen Dingen aufbauende Kräfte. 
Wären die Fürther bei ihrem anfänglichen und weiträumigen und schnellen Abspiel geblieben, wer weiß wie die Partie geendet hätte. Doch die Waldhöfer besannen sich rechtzeitig auf ihr gutes Spiel, vor allem aber auf ihre gute Schulung, die sie einen so glänzenden Siegeslauf in der zweiten Division durchstehen ließen.
Schiedsrichter Reichert hatte keinerlei Mühe, das wohl harte aber durchaus faire Treffen über die Distanz zu bringen.

Vorspiel der Reserven: Waldhof Mannheim - SpVgg Fürth 6:1
Waldhof Mannheim: Kirchhof - Rößling, Preis - Kleber, Kott, Zeiß - Hohmann, Cornelius, Lebefromm, Pilz, Straub - Trainer: Arpad Medve
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, Schmolke - Ehrlinger, Erhard, Gettinger - Schmidt, Schneider, Heidner, Appis, Landleiter - Trainer: Jenö Csaknady
Tore: 0:1 Schmidt (4.), 1:1 Hohmann (10.), 2:1 Lebefromm (30.), 3:1 Hohmann (33.), 4:1 Hohmann (72.), 4:2 Landleiter (80.)
Schiedsrichter: Reichert (Frankfurt)
Zuschauer: 4000
Besondere Vorkommnisse: Schmolke ging ab der 31. Minute für den verletzten Geißler ins Tor
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