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Saison 1958/1959
30. Spieltag - So., 10.05.1959, 15:00 Uhr
1860 München - SpVgg Fürth
1:1 (1:0)
Bei der drückenden Hitze war von beiden Mannschaften nicht allzuviel zu erwarten, obgleich sowohl für die Münchner als auch für die Fürther der fünfte Tabellenplatz auf dem Spiele stand. Dennoch zeigte man keinen sonderlichen Ehrgeiz. So war das Unentschieden schließlich gerecht, denn es entsprach den Leistungen und dem ausgeglichenen Spielverlauf.
Die „Löwen" hatten auf Grund des flotten Spieles ihrer jungen Stürmer Wagner und Lihl zunächst ein kleines Übergewicht. Doch bald stellte sich die Fürther Abwehr auf ihre Gegner besser ein, und so blieb es bei einem Treffer, den Lihl mit wuchtigem Schuss nach einer knappen Viertelstunde erzielte.
Schon vor Seitenwechsel nahmen wiederholt die Fürther Stürmer das Heft in die Hand. Sie schossen jedoch viel zu ungenau, um Bechtold überwinden zu können. Einmal hatten die Gäste Glück, denn bei einem Handspiel Ehrlingers verlegte Schiedsrichter Riegg den Tatort an die Strafraumgrenze und entschied nicht auf Handelfmeter für die Münchner.
Nach Seitenwechsel wurde das Spielgeschehen eher noch langsamer. Bei den Gästen humpelte Ehrhardt in den Sturm, und Gottinger übernahm den Stopperposten. Dem weitaus besten Stürmer der Gäste, Schmidt, gelang nach einem schönen Schrägschuss, den Bechtold zur Ecke abgewehrt hatte, schließlich kurz vor Schluss noch mit wuchtigem Nachschuss der Ausgleich. 
Die Platzherren erreichten nach ihrem eigenen Zugeständnis bei weitem nicht die Form, die ihnen zu dem überraschenden 3:2-Erfolg gegen die Offenbacher Kickers vor einer Woche verholten hatte. Sie begründeten die schwächeren Leistungen in München mit Recht mit den unmöglichen Bodenverhältnissen. Der Rasen ist nämlich nicht nur dünn, sondern auch außerordentlich holprig geworden. Das musste man beiden Mannschaften bei der Beurteilung des sonntäglichen Spieles zugute halten.
Der scheidende Fürther Trainer Csaknady freute sich, dass seiner Mannschaft mit diesem 1:1 noch der 30. Gewinnpunkt gelungen ist: „Ich wünsche meinen Fürther für die nächsten Jahre schönere und größere Erfolge, als sie mir beschieden waren." Von den Münchnern imponierte dem ungarischen Trainer am besten der junge Verbinder Lihl, der nicht nur fleißigster Stürmer gewesen sei, sondern eine geradezu beneidenswerte Schusskraft gezeigt habe.
Für 1860-Trainer Hipp, der zum Jugend-Entscheidungsspiel seiner jungen „Löwen" gegen die Bayern ins Stadion an der Dantestraße unterwegs war, sprach diesmal Zausinger. Er lobte vor allem die vielversprechenden Leistungen der jungen Stürmer Lihl und Wagner, neben denen der Neuling Höck, wie schon im Pokalspiel gegen die Stuttgarter Kickers, keine schlechte Figur gemacht habe.

Vorspiel der Reserven: 1860 München - SpVgg Fürth 2:0
1860 München: Bechtold - Metzger, Pfanzelt - Zausinger, Stemmer, Simon - Höck, Wagner, Börstler, Lihl, Auernhammer - Trainer: Hans Hipp
SpVgg Fürth: Geißler - Schmolke, R. Schmid - Ehrlinger, Erhard, Gottinger - Schmidt, Appis, Schneider, Gettinger, Schreiner - Trainer: Jenö Csaknady
Tore: 1:0 Lihl (12.), 1:1 O. Schmidt (83.)
Schiedsrichter: Riegg (Augsburg)
Zuschauer: 5000
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