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Saison 1946/1947
20. Spieltag (Nachholspiel) - Do., 01.05.1947
SpVgg Fürth - 1860 München
0:1 (0:0)
Die Spielpaarung SpVgg Fürth gegen den TSV 1860 München war für den 23.2.1947 angesetzt. Wegen Zuschauerausschreitungen beim Heimspiel gegen den Karlsruher FV wurde die SpVgg Fürth mit einer Platzsperre belegt, so dass das Spiel am 23.2.1947 in München angesetzt wurde. Dieses Spiel musste jedoch wetterbedingt ausfallen. Nach nochmaliger Überprüfung des Sachverhaltes wurde festgestellt, dass ein Karlsruher Spieler für den Vorfall verantwortlich war, so dass die Platzsperre wieder aufgehoben wurde.

Ein Torwartfehler verhilft 1860 München zum glücklichen 1:0. Die SpVgg Fürth war den Münchner Balltechnikern ein gleichwertiger Gegner.
Wer beim Zuschauer-Anmarsch im Strom , der 13 000 untertauchte, dem schlugen jäh enttäuschte Stimmen und Meinungen entgegen. Eben, als nämlich Fürths Spiel gefällig und oft unbeschwert abrollte, als sich 15, 16 Spieler im 60er-Strafraum drängten, abwehrten oder stürmten, da zerriss das im Ursprung so leicht vermeidbare spielentscheidende Tor die stillen Hoffnungen der Kleeblatt-Freunde.
Dieser 60er-Angrifl der Techniker und Ball-Virtuosen vermisst den Vollender und Brecher. Thanner fehlt zu dieser Mission die Härte und Robustheit. Er möchte gern mitspielen, vergisst aber dabei Tore anzustreben. An Zubringerdiensten und Ball-Heranholen fehlte es doch bei der Aufbaukunst des umsichtigen und eigentlichen Angriffsführers Ludwig Janda gewiss nicht. Am tatkräftigsten unterstützten den 60er-Spielführer der temperamentvoll umherfegende Sommer und der wuchtige Dribbler Schmidhuber (das Tor verriet den Instinkt für schwache Abwehr-Momente). Pledl bringt gute Außenstürmer-Eigenschaften mit, wirkte aber noch etwas steif und unbeholfen. Hammerl war der verliebte Ball-Tändler, Karl Janda ein aufmerksamer Verteidiger.
Je kritischer die Lage im Münchener Strafraum wurde und je stürmischer die Kleeblatt-Vorstöße anrollten, um so souveräner wuchs der am Kopf schwer angeschlagene Bayerer in seine Stopperrolle hinein. Seine zu sorglose Abwehr-Art der ersten 45 Minuten hätte jedoch einem gerissenen Techniker, wie es vor acht Tagen Ed Conen darstellte, manche Einschuss-Möglichkeit geboten.
Fürths sechste Niederlage mit nur einem Tor Rückstand mag nachdenklich stimmen.
Einmal klaffte im Abwehr-Netz um Zollhöfer-Popp eine Lücke und schon war es passiert. Niemann, dessen Hechten nach Hochbällen und aufmerksames Reagieren bei Vorstößen wieder imponierte, lief leichtfertig und verfrüht dem Angreifer entgegen, stürzte mit dem herbeigelaufenen Zollhöfer und Schütze Schmidhuber stand vor dem leeren Tor.
Eine Radikal-Umstellung von Fürths Stürmerreihe bewirkte wohl freieren und zügigeren Ball-Lauf, Erfolge blieben aber auch diesmal aus. Hoffmann muss wohl scharf bewacht werden, er kann schießen und sprinten wie kein Zweiter, vergisst aber oft seine Nebenspieler zu unterstützen und sich rechtzeitig einzuschalten. Vorläufer wirkte auf dem Flügel erstaunlich frisch, Spitz kämpfte und schaffte wieder aufopfernd und der neu eingestellte Jahn probierte sich schon mit viel Geschick in der Inszenierung von Flachpass-Angriffen. Worst fehlt noch der Mumm und die Durchschlagskraft.
Viel Lob gab es im hinteren Fünf-Mann-Block. Pfeiffer-Popp-Zollhöfer unterstützten und ergänzten sich vortrefflich, und zerstörten zahlreiche 60er-Angriffe. Wenn auch dem Paar Carolin-Schnitger noch das Spritzige im Spiel fehlt, so besticht doch die beruhigende Art ihres Eingreifens und der Sinn für den so lange vermissten Flachpass.

Pitt

SpVgg Fürth: Niemann - Popp, Pfeiffer - Carolin, Zollhöfer, Schnitger - Vorläufer, Spitz, Hoffmann, Jahn, Worst - Trainer: Heinz Carolin
1860 München: Sembritzki - K. Janda, Müller - Hammerl, Bayerer, Sommer - G. Pledl, Schmidhuber, Thanner, L. Janda, Hornauer - Trainer: Georg Ertl
Tore: 0:1 Schmidhuber (67.)
Schiedsrichter: Müller (Griesheim)
Zuschauer: 13000
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