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Saison 1948/1949
3. Spieltag - So., 05.09.1948, 15:00 Uhr
MTV Ingolstadt - SpVgg Fürth
3:0 (3:0)
Die Ingolstädter waren gegenüber ihrem letzten Heimspiel nicht wiederzuerkennen, das damals erhoffte "Wunder" scheint eingetroffen zu sein: Die Elf hatte, was ihr bisher fehlte, Kampfgeist. War ein MTVler überspielt, sprangen zwei andere in die Bresche, schien der Ball für die Stürmer schon aussichtslos, sie suchten ihn dennoch zu erjagen. So kam immer mehr Sand in das Räderwerk der gefürchteten Kleeblatt-Maschinerie, die schließlich nach erfolgloser General-Offensive in der Mitte der zweiten Halbzeit völlig zum Stillstand kam. Die gewichtigsten "Steine" waren dabei Stopper Kurt Beck, der Schade keine Möglichkeit zur Entfaltung ließ, und der ein übermäßiges Arbeitspensum  bewältigende Leupold, der überall da auftauchte, wo Not am Mann war. Damit soll die gute Leistung der übrigen keineswegs herabgesetzt werden, denn gerade den Angriff haben wir schon lange nicht mehr in so lebendiger und zielstrebiger Form gesehen.
Und was war mit den Fürthern? Es war die gleiche Elf wie vor vier Wochen, und doch war sie mit jener nicht zu vergleichen. Was uns damels erfreute, Flachpass und Schussvermögen, war diesmal nur in Lichtmomenten zu beobachten, aber bekanntlich tragen Punktspiele einen anderen Stempel als Privatspiele, und jede Mannschaft spielt letzten Endes so, wie es der Gegner zulässt.
Das Spielgeschehen erreichte in der ersten Spielhälfte seine Höhepunkte. Nach einer glänzenden Abwehr eines Appis-Kopfballs durch Raith spielt Ingolstadts rechter Flügel forsch durch, Wahls präzise Flanke setzt Garri mit placiertem Schuss zum 1:0 um. Schon fünf Minuten später, in der 33. Minute, verwandelt Mittl durch Kopfstoß eine Maßecke von Resch, und als zwei Minuten vor Halbzeit derselbe Stürmer einen abgewehrten Hauber-Kopfball vollends zum 3:0 eindrückt, ist Fürths Schicksal besiegelt. Nach dem Wechsel suchen die Fürther zwar unter allen Umständen eine Wendung zu erzwingen. Als sich ihre Angriffe aber immer wieder an der massierten Ingolstädter Abwehr verfangen und ihnen selbst das Ehrentor nicht gelingt, geben sie sich schließlich geschlagen. Die letzte Viertelstunde steht wieder im Zeichen der Hausherren, deren Schüsse jedoch in dem katzengewandten Niemann ihren Meister finden.

(Aus "Donau-Kurier, Ingolstadt" vom 7. September 1948)     

Riedel

MTV Ingolstadt: Wöhrl - Raith, Sandgruber - Leupold, Beck, Zöpfl - Wahl, Resch, Mittl, Gerri, Hauber
SpVgg Fürth: Niemann - Popp, Pröll - Sieber, Vorläufer, Gottinger - Hoffmann, Brenzke, Schade, Appis, Nöth II - Trainer: Helmut Schneider
Tore: 1:0 Garri (28.), 2:0 Mittl (33.), 3:0 Mittl (43.)
Zuschauer: 8000
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