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Saison 1948/1949
30. Spieltag - Fr., 15.04.1949, 15:00 Uhr
SpVgg Weiden - SpVgg Fürth
0:4 (0:2)
3500 umsäumten den Wasserwerkplatz am Karfreitag, um den Tabellenzweiten und Aufstiegskandidaten für ide Oberliga spielen zu sehen. Was uns die Ronhöfer zeigten, war altbewährte Nürnberg-Fürther Schule im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Gäste kamen in der gemeldeten Besetzung. Um es gleich vorweg zu sagen: Sie waren eine Klasse besser als die "Schwarz-Blauen", obwohl sie sich keineswegs verausgabten. Schien auch der Sieg in den ersten 20 Minuten noch nicht so sicher, so war doch, als das Innentrio der Hausherren zwei totsichere Chancen nicht zu verwandeln wusste, die Sorglosigkeit der Gäste berechtigt.

Sie konnten sich erlauben, uns Fußball schulmäßig vorzuführen, schön  fürs Auge in finessenreichen Angriffen, produktiv in haargenauem Zuspiel und im Aufreißen der Abwehr durch reichen Flankenwechsel. Und wie sie im Strafraum kombinierten. Jede Mühe der Weidener gegen diese Kleeblatt-Balljongleure war von vornherein umsonst.

Wohl schossen nach Durchbrüchen von Stock und Bäumler die Weidener Stürmer, aber Goth beherrschte die Situation, wenn auch Plawky eine brenzliche Sache klären musste. Wenning war quicklebendig, aber meist allein im Gästestrafraum. 

Die 25. Minute brach den Bann. Schade war durchgebrochen und schob, obwohl selbst in bester Position, vor dem eingreifenden Grau zu Hoffmann, der zur Führung einschoss. Kurz darauf gab Schade eine Probe seiner Schusskraft, als er mit einem Prachttor auf 2:0 erhöhte. Es war eine Freude, die Fürther aufbauen und angreifen zu sehen. Mit einer zwingenden Logik rollte das Leder ohne Hemmung von Mann zu Mann, und man musste manchmal Mitleid mit denen haben, die durch körperlichen Krafteinsatz diese Systematik zu brechen versuchten. Nur bestes Stellungsspiel kann gegen den Wirbel ankämpfen, den Schade, Brenzke und Hoffmann auf der einen, Appis und Nöth auf der anderen Seite immer wieder hervorzaubern. Gleißner hing zwar stark zurück, war aber immerhin der Stürmer, der die zielstrebigsten Schüsse anbrachte, wenn auch Goth mit seinen Abwehrparaden immer Herr der Lage blieb. 

Auch die zweite Spielzeit stand im Zeichen der Gäste, ohne dass eine ausgesprochene Einseitigkeit des Spiels eintrat. Nachdem Gleißners scharfer Ball knapp übers Dreieck strich, war Schade wieder auf und davon. Hoffmann bedrohte Grau, dessen Abschlag von Hoffmann ins Tor rollte. Goth griff faustend ein und lenkte einen schönen Schuss von Gleißner zur Ecke. Bäumler verfehlte knapp das Ziel, und als Brenzke anzog, war Grau auf dem Posten. Kurz vor Schluss erreichte Schade eine Ecke, die hoch hereinkam. Der Volleyschuss Hoffmanns schlug Grau zum viertenmal.

Das Lehrspiel hat reichliche Schwächen der Weidener Mannschaft aufgezeigt. Vor allem im Sturm fehlt neben der Schusskraft die Geschlossenheit des Angriffs, die allein zu Erfolgen führen könnte.

Aus "Der neue Tag, Weiden" vom 19. April 1949

Riedel

SpVgg Weiden: u.a. Grau, Bäumler, Stock, Gleißner, Wenning
SpVgg Fürth: Goth - Frosch, Plawky - Erhard, Vorläufer, Gottinger - Hoffmann, Brenzke, Schade, Appis, Nöth - Trainer: Helmut Schneider
Tore: 0:1 Hoffmann (25.), 0:2 Schade (32.), 0:3 Hoffmann, 0:4 Hoffmann
Zuschauer: 3500
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