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Saison 1973/1974
Freundschaftsspiel - Mo., 31.12.1973, 14:15 Uhr
SpVgg Fürth - 1. FC Nürnberg
3:0 (2:0)
211. Derby

Die Silvesterknallerei blieb ohne Folgen. Ein Fürther Ordner erkannte die ausgewechselten Clubspieler Hannakampf, Müller und Bone, welche nach dem Spiel zu ihren Mannschaftskameraden in die Kabine wollten, nicht.
 

Elfeinhalb Monate nach dem Derby-Abbruch krachten im Fürther Ronhof wieder Raketen!
Doch weil"s Silvester war und Kleeblatt und Club sich nur in Freundschaft, noch dazu für Einnahmeteilung duellierten, drückten Schiedsrichter Roß aus Ingolstadt und die Ordner beide Augen zu. Weniger großzügig zeigte sich ein Fürther Aufsichtsmann gegenüber den in der Halbzeit ausgewechselten Clubspielern Hannakampf, Rone und Müller. Der Libero und der Torjäger mit Ladehemmung konnten sich nach dem Spiel nur mit beredten Worten und der Hilfe eines Journalisten den Weg zu ihren Mannschaftskameraden in die Kabine bahnen, für Müller hieß es sogar unmißverständlich: „Off limits!" Der Ex-Zwieseler revanchierte sich: „Ich will ja nur ein Autogramm haben". Es war sein einziger Gag am letzten Tag des Jahres 1973.
Immerhin sollte dieser kleine Zwischenfall am Rande einigen Clubspielern zu denken geben, wie wenig sie derzeit im Rampenlicht stehen.
Neben der zusätzlichen Einnahme von einigen tausend Mark konnten sich die Fürther noch über die Verbesserung der Derby-Statistik freuen: mit dem 3:0 (2:0)-Erfolg im 211. Derby feierten sie den 57. Sieg bei 119 Niederlagen und 35 Unentschieden. Das Torverhältnis lautet jetzt 503:290 für den Nürnberger Rivalen, der nach zwei vorangegangenen Erfolgen (Silvester 1971 4:1, August 1972) wiederum einmal in einem Freundschaftsspiel den Kleeblättlern den Vorrang lassen mußte.
Die Elzner-Schützlinge sorgten schon frühzeitig dafür, daß der Vorschlag von Clubgeschäftsführer Willi Kallert: „Bei unentschiedenem Ausgang machen wir ein Elfmeterschießen" nicht weiter diskutiert zu werden brauchte. Heinleins Flachschuß in der 25. Minute überraschte Neef, der zuvor gegen den agilen Dennerlein geklärt hatte. Vier Minuten später berechnete der Clubtorhüter eine Klump-Flanke falsch; Dennerlein drückte den Ball gegen die Querlatte, Unger das zurückspringende Leder mit dem Kopf zum 2:0 über die Linie.
Pech für Fürth und Glück für den Club, daß der Unparteiische vorher das „Regionalligator des Monats" nicht wahrhaben wollte, als sich Bergmann im Duett mit Unger durchgespielt und gekonnt vollendet hatte. Den dritten Treffer markierte unter kräftiger Mithilfe seines Verteidigerkollegen „Benno" Schuster der Fürther Back Heinz Popp, der sich zu einem Solo entschloß und Klaus Nahlik im Nürnberger Strafraum aussteigen ließ. Mit Unger und Popp führten also wieder einmal zwei Ex-Cluberer die entscheidenden Schläge gegen ihren früheren Verein.
Die Fürther scheiterten bei weiteren guten Chancen (Unger-11., Dennerlein-17., Popp-37. und Schöpe-66.) an Neef beziehungsweise dessen Nachfolger Walter Spangler, mögliche Clubtreffer verhinderte in gewohnter Manier Peter Löwer (Majkowski-17., 71., Nüssing 30., 75., Max Müller 43. und Nahlik-90.). Die klarste Chance des Spiels lag Nahlik in der 10. Minute vor den Füßen. Doch dem Ex-Schweinfurter sprang, völlig freistehend, der Ball zu weit vom Fuß.
 

Pitt

SpVgg Fürth: Löwer - Popp, Marchl, Ammon, Klump (46. Schöpe) - Heinlein, Bergmann, Unger (46. Detsch) - Heubeck, Dennerlein (66. Klaus), Jäger - Trainer: Heinz Elzner
1. FC Nürnberg: Neef (46. Spangler) - Schabacker, Rüsing, Hannakampf (46. Petrovic), Brunner - Majkowski, Nüssing, Nahlik - Müller (46. Schuster), Bone (46. Bittlmayer), Geyer - Trainer: Hans Tilkowski
Tore: 1:0 Heinlein (25.), 2:0 Unger (29.), 3:0 Popp (80.)
Schiedsrichter: Roß (Ingolstadt)
Zuschauer: 5000
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