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Saison 1974/1975
Freundschaftsspiel - Di., 09.07.1974, 18:00 Uhr
SG Quelle Fürth - SpVgg Fürth
0:6 (0:3)
Zum Treffen der beiden Fürther Mannschaften, die das Quelle-Emblem auf der Brust tragen, hatte es sich Konzernchef Dr. Gustav Schickedanz nicht nehmen lassen, selbst zu erscheinen.
Auf dem Platz in Dambach, der seinen Namen trägt, gewannen — wie könnte es anders sein — die Kleeblättler mit 0:6 (0:3) Toren.
Vorweg ein Kompliment dem B-Klassenmeister. der in der kommenden Saison sicherlich auch in der A-Klasse Furore machen wird: sie hielten bemerkenswert gut mit und machten es vor allem den Angreifern vom Ronhof nicht leicht, zu Torerfolgen zu kommen. Quelle 1860-Trainer Richard Gottinger durfte am Ende mit seinen Schützlingen zufrieden sein.
Schade, daß das schlechte Wetter viele vom Besuch dieses Spieles, dessen Reinerlös bekanntlich der Arbeiterwohlfahrt zum Bau des Altenwohnheimes im Stadtteil Burgfarrnbach zugute kommt, abhielt. Immerhin waren es 500 Unentwegte. Zu ihren Eintrittsgeldern steuerte Dr. Schickedanz noch einen 2000-DM-Scheck bei, so daß AW-Vorsitzender Fritz Rupprecht und Organisator Horst Jeromin, die den Fürther Ehrenbürger freudig begrüßt hatten, auch mit der finanziellen Seite dieses Abends zufrieden sein konnten.
Weniger zufrieden waren allerdings die Zuschauer mit den Leistungen des Zweitbundesligisten, vornehmlich nach Seitenwechsel. Da wollte gar lange Zeit kaum noch ein flüssiges Kombinationsspiel zustande kommen. Man versuchte schlechtes Beispiel nachzuahmen, spielte immer wieder durch die Mitte, doch da hatten Quelle-Libero Röschke und Vorstopper Eberl, unterstützt von Pötzl und später Risse, einen Sperrriegel aufgebaut, an dem die vom Ronhof immer wieder scheiterten.
Der neugewählte Kleeblatt-Kapitän Ammon führte sich gleich mit einem Treffer ein (7. Minute). Aber dann dauerte es bis zur 30. Minute, ehe der agile Heinlein auf 0:2 erhöhte. Kurz vor der Pause führte ein prächtiges Bergmannsolo zum dritten Treffer.
Nach Seitenwechsel gab es bei den Kleeblättlern viel Leerlauf. Doch Trainer Fred Hoffmann beschwichtigte: „Wir haben in den letzten Tagen unerhört hart trainiert. Ich muß die Mannschaft in Schutz nehmen. Solche Spiele sind nun einmal undankbar."
Immerhin fielen in den letzten fünf Minuten gegen die sich restlos verausgabenden Amateure (Trainer Gottinger: „Wir haben am Sonntag erstmals trainiert") noch drei Tore durch Unger (Strafstoß), Bergmann und Dennerlein.
Noch zu erwähnen: Schiedsrichter Penning sowie die beiden Linienrichter Kraus und Joanides verzichteten auf ihre Spesen zugunsten der Arbeiterwohlfahrt.
Schon vier Ausfälle bei den Kleeblättlern: neben dem erkrankten Detsch fehlten gestern Torwart Hillmann, die Neuerwerbung Hofmann und Verteidiger Klump, die alle verletzt sind. Nicht erfreulich, wenn man bedenkt, daß es vor einem Jahr ähnlich unglücklich begonnen hatte.
SG Quelle Fürth: Erl (46. Schmid) - Schmidt (46. Hofmann), Eberl, Röschke, Kral (46. Zeisler) - Leuchner, Pötzl (46. Risse), Wölfel (68. Fritz) - Vom Dorp, Heldt, Janisch - Trainer: Richard Gottinger
SpVgg Fürth: Löwer - Schülke, Lausen, Ammon, Popp (46. Schöpe) - Heinlein, Bergmann, Unger - Heubeck (46. Puscher), Bopp, Dennerlein - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 0:1 Ammon (7.), 0:2 Heinlein (30.), 0:3 Bergmann (44.), 0:4 Unger (60., Elfmeter), 0:5 Bergmann (85.), 0:6 Dennerlein (89.)
Schiedsrichter: Penning
Zuschauer: 500
Besondere Vorkommnisse: Das Schiedsrichtergespann verzichtete auf Spesen zu Gunsten der Arbeiterwohlfahrt.
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