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Saison 1976/1977
DFB-Pokal - 1. Runde - Sa., 07.08.1976, 17:30 Uhr
VfB Stuttgart - SpVgg Fürth
3:0 (1:0)
Nichts zu bestellen hatte die SpVgg Fürth im DFB-Pokalspiel beim VfB Stuttgart. Der wie im Vorjahr mit einer prächtigen Frühform aufwartende Exbundesligist gestaltete die Partie im Neckarstadion durchwegs überlegen und gewann nach Treffern von Ohlicher, Jank und Müller eindeutig mit 3:0 (1:0) Toren.
Dabei war Peter Löwer, obwohl man ihm das 1:0 mit ankreiden muß, noch mit Abstand bester Fürther Akteur. Nach ihm ist Klump zu nennen, der nicht nur Hitzfeld wenig gestattete, sondern mehrmals in höchster Not klärte, wenn Abwehrkollegen bereits ausgespielt waren.
Allerdings darf nicht übersehen werden, daß der an einer Zerrung laborierende Jensen sehr vermisst wurde. Ebenso Unger - beim Abschlustraining am Knöchel verletzt - der durch geschicktes Ballhalten vielleicht etwas mehr Ordnung in das teilweise konfuse Fürther Spiel gebracht hätte. Ohne die beiden glich das Mittelfeld einem Torso. Lediglich Grimm war in der Lage, gelegentlich mit geschickten Pässen Gegenangriffe einzuleiten. Doch reichte dies längst nicht aus, zumal sich Heinlein in unerklärlich schwacher Verfassung präsentierte, Schwierigkeiten mit dem Ball hatte, Ohlichers Aktionsradius nicht einzuengen vermochte und zu einer Unterstützung des Angriffs nie Zeit fand.
Bedenklich stimmt auch das überaus schwache Spiel des an sich so zuverlässichen Lausen, dessen Fehler wiederholt der überlastete Bergmann - bei gelegentlichen Vorstößen wurde er sofort hart attackiert - ausbügeln musste. Dabei hatte er in der Hoeneß-Zweitausgabe lediglich einen braven Fußballhandwerker gegen sich, dem das Prädikat „überragend" ausschließlich der Körperlänge wegen zuerkannt werden kann. Bei Grabmeier machte sich bald die alte Oberschenkelverletzung bemerkbar, die ihn schließlich zum Ausscheiden zwang.
In seiner anfänglichen Mittelfeldrolle rannte Hilkes, der es seinem ehemaligen Klub mal so richtig „zeigen" wollte, unerhört viel. Im Endeffekt kam dabei allerdings nur wenig heraus. Auch später, als Angriffsspitze, hatten es die VfBler auf ihn besonders abgesehen und setzten ihren Ehrgeiz darein, ihm keinen Stich zu lassen. Heubeck, der noch unfertige Geyer, später auch Popp und Schwarz, rannten mehr ihren Gegenspielern hinterher, als auf des Gegners Tor zu stürmen. Schäfer schließlich, im Verlaufe des Spiels in eine Dreifachrolle gedrängt, konnte weder als Spitze, später im Mittelfeld noch schließlich als rechter Verteidiger an seine früheren Leistungen anknüpfen. Wenn die Fürther Stürmer keine echte Torchance herauszuarbeiten in der Lage waren, so darf die mangelnde Unterstützung aus Mittelfeld und Abwehr nicht übersehen werden.
Dem Stuttgarter Angriffsschwung suchten die Fürther anfangs geschickt mit betonter Defensive, Ballhalten und Tempodrosselung zu begegnen. Dies ging bis zum „Gemeinschaftstor" Heinlein/Löwer einigermaßen gut. Auf die Dauer wurde jedoch der Druck des VfB schier übermächtig, so daß sich Fehler zwangsläufig einschrieben mußten. Damit ging mit der Länge des Spiels auch das Konzept verloren.
Der VfB präsentierte sich in bestechender Frühform, mit einem alles überragenden Mittelfeldspieler Müller. Ein Eigengewächs mit blendender Technik, allerdings auch mit einem Hang zum beim VfB offenbar unausrottbaren Galeriespiel ausgestattet. In dieser Verfassung gehört der VfB wie im Vorjahr zum Favoritenkreis der Lige Süd. Die Mannschaft hatte mit jenem „Haufen", der im Frühjahr in Fürth sang- und klanglos eingegangen war, nichts mehr zu tun. Abzuwarten bleibt, ob man diesmal die Form zu konservieren versteht.
Die bange Frage In Fürth bleibt: Dauert es erneut bis zum Spätherbst, ehe die Kleeblättler in Schwung gekommen sind?

Konrad Vogelsang

VfB Stuttgart: Roleder - Schäfer, Martin, Holcer, Elmer - Dietterle (46. Schmider), Ohlicher, Müller - Hitzfeld, D. Hoeneß, Jank - Trainer: Jürgen Sundermann
SpVgg Fürth: Löwer - Grabmeier (58. Schwarz), Lausen, B. Bergmann, Klump - Grimm, Heinlein, Hilkes - Heubeck, Schäfer, Geyer (46. Popp) - Trainer: Hans Cieslarczyk
Tore: 1:0 Ohlicher (24.), 2:0 Jank (56.), 3:0 Müller (86.)
Schiedsrichter: Clajus (Karlsruhe)
Zuschauer: 7000
Gelbe Karten: Jank
Gelbe Karten (Gast): Hilkes
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