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Saison 1976/1977
Freundschaftsspiel - Di., 27.07.1976, 18:00 Uhr
SpVgg Fürth - Nottingham Forest
3:2 (0:1)
Im ersten Härtetest zur neuen Spielzeit kam die SpVgg Fürth am Dienstagabend im Ronhof zu einem schmeichelhaften 3:2-Sieg über den englischen Zweit-Divisionär Nottingham Forest.
Schmeichelhaft insofern, als zumindest zwei der Fürther Treffer Geschenke der Gäste waren. Offenbar wollten sich die Engländer noch auf dem Spielfeld für die im Kleeblatt-Traditionszimmer vorbereitete, köstliche fränkische Brotzeit erkenntlich zeigen. Beim Fürther 1:1-Ausgleich nach Hilkes-Kopfball (57. Minute) versprang sich der Ball vor den Händen des Torhüters Wells, und den abermaligen Fürther Gleichstand (68. Minute) besorgte gar der rechte Verteidiger Barratt selbst, als er vor dem anstürmenden Bernhard Bergmann den Ball ins eigene Netz schlug. Wells machte dabei abermals eine reichlich unglückliche Figur. Selbst der Fürther Siegestreffer in der Schlussphase, ein sauberer Schrägschuss Heubecks, schien nicht unhaltbar.
Aber auch der britische Führungstreffer nach einem Eckball (21. Minute) sah eine unentschlossene Fürther Abwehr, die Bowyer Gelegenheit gab, unbehindert einzulenken. Großartig herausgespielt war hingegen Nottinghams zweiter Treffer in der 65. Minute. Rechtsaußen Curran, mit Abstand bester Spieler auf dem Feld, hatte - wie so oft - Klump stehen lassen, passte uneigennützig zu dem freistehenden 122.000-Pfund-Mann Butlin, der nur den Fuß hinzuhalten brauchte.
Die Engländer waren ein Prüfstein zur rechten Zeit, der der Kleeblatt-Truppe die derzeitigen Grenzen aufzeigte. Noch läuft es bei Fürth nicht, wie man es aus der Rückrunde der vergangenen Spielzeit gewohnt war. Vor allem brachte das Mittelfeld insgesamt wenig, sieht man von Jensen ab, der bereits ziemlich gut in Schwung zu sein scheint. Mit zwei kapitalen Weitschüssen, die Latte und Pfosten rasierten, hatte er ausgesprochenes Pech. Es war also noch ziemlich viel Sand im Fürther Getriebe, darüber konnten gelegentliche, hübsch anzusehende Ball-Passagen - meist noch in die Breite - nicht hinwegtäuschen. Wehmütig dachten die meisten der 2500 Zuschauer an Torjäger Hofmann zurück. Der junge Schwarz, sicherlich ein Talent, ist längst noch nicht so weit, und dem wuchtigen Geyer mangelt es noch am Spielverständnis. Dennoch deuteten beide an, dass mit ihnen in vorerst allerdings noch nicht absehbarer Zeit gerechnet werden kann.
Nottingham Forest demonstrierte typischen englischen Fußball: Nüchtern, schmucklos auf dem kürzesten Wege das gegnerische Tor anpeilend. Beeindruckend die Cleverness der Engländer im Tackling, die erlaubte Härte, mit der sie zur Sache gingen, und ihre Überlegenheit im Kopfballspiel.
„Wenn wir nur den Rechtsaußen Curran gleich hier behalten könnten", seufzte hinterher Präsident Dr. Helmut Röllinger. Fürwahr, so schwindelig wurde dem armen Klump in kaum einem Spiel zuvor. Sein Glück, dass es in der zweiten Bundesliga Süd keinen rechten Flügelstürmer solchen Zuschnitts gibt. Neben Curran gefiel noch besonders der souverän auftrumpfende Libero McGovern.

Konrad Vogelsang

SpVgg Fürth: Löwer - Grabmeier (46. Unger), Lausen, B. Bergmann, Klump - Jensen, Heinlein, Schäfer - Heubeck, Hilkes (82. D. Bergmann), Schwarz (59. Geyer) - Trainer: Hans Cieslarczyk
Nottingham Forest: Wells - Barrett, Clark, McGovern, Chapman - Bowyer, Butlin, O´Neill, Curran, O´Hare (46. Hazelgrave), Robertson (72. Richardson)
Tore: 0:1 Bowyer (21.), 1:1 Hilkes (57.), 1:2 Butlin (65.), 2:2 Barrett (68., Eigentor), 3:2 Heubeck (84.)
Schiedsrichter: Sommer (Nürnberg)
Zuschauer: 2500
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