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Saison 1957/1958
2. Spieltag - So., 18.08.1957, 15:00 Uhr
VfR Mannheim - SpVgg Fürth
1:2 (1:1)
Die Fürther kamen ohne die Verletzten Appis, Bucklisch, Gettinger und den gesperrten Erhard, während der VfR Mannheim mit berechtigter Zuversicht seine Neuerwerbungen Schmitt und Heinzelbecker im Sturm einsetzen konnte. Die jungen Leute waren aber fast vollkommene Ausfälle und hemmten den Spielfluss im Sturm ganz bedenklich. Doch an den Neulingen allein hat es nicht gelegen, dass die Rasenspieler nach dem Wechsel so sang- und klanglos untergingen und gegen die in bester Kondition spielenden Fürther aber auch gar nichts mehr zu bestellen hatten.
Die Rasenspieler hätten auch mit vollzähliger Elf gegen diese Fürther Mannschaft einen sehr schweren Stand gehabt. Das war schon in der ersten Halbzeit ersichtlich, als der mit bestem Instinkt ausgestattete Gottinger aus 35 Metern einen fast unhaltbaren Scharfschuss im VIR-Tor unterbrachte. Nach dem von Diehl erzielten Ausgleich konnte der VfR trotz zeitweiliger Ueberlegenheit zu keinem weiteren Treffer kommen. Die beiden Verteidigerpaare Hoffmann-Schreck und Schmolke-Koch standen sich bezüglich Härte in nichts nach. Der Unterschied war nur, dass die klüger spielenden Fürther Gottinger, Ehrlinger und Kuhnert dieser Härte mit dem Mittel der schnelleren Ballabgabe begegneten, während sich die VfR-Stürmer Diehl, Heinzelbecker und Schmitt stets festrannten. Zudem ließ die Genauigkeit der Kombinationen beim VfR viel zu wünschen übrig, vor allem nach der Pause, als die Fürther ihre ausgezeichnete Kondition und ihre sehr gute Ballbehandlung voll und ganz ausspielten. Es war ein schnelles, aufregendes Spiel, bei dem Geißler in kritischen Momenten einen ganz ausgezeichneten Eindruck hinterließ. Seine imponierende Gesamtleistung krönte Gottinger mit einem klugen Zuspiel, als er wieder einmal auf Halbrechts bis zur Torauslinie durchgebrochen war und Landleiter so exakt bediente, daß dieser das Tor nicht mehr verfehlen konnte. Das war für die VfR-Deckung zu viel und selbst Keuerleber war dem trickreichen Spiel des Fürther Innensturmes nicht mehr gewachsen. Trotzdem hatten die Fürther noch Glück, dass das 1:2 gehalten werden konnte, denn Langlotz und de la Vigne hatten noch mehrfach die Möglichkeit, den Ausgleichstreffer selbst oder durch geschicktes Freispielen ihrer Nebenmänner zu erzielen.
Verständlicherweise deprimiert war Trainer Merkle nach diesem schönen und aufregend verlaufenen Treffen. Er meinte, dass seine Mannschaft eben nicht jeden Sonntag Höchstleistungen zeigen könne und die jungen Spieler eine gewisse Zeit benötigen, um sich in die Mannschaft hineinzuspielen.
Der Ungar Csaknady lobte die technisch gute Leistung seiner Mannschaft und war überglücklich nach längeren Jahren mit seiner Mannschaft gegen den VfR an den Brauereien gewonnen zu haben.

Vorspiel der Reserven: VfR Mannheim - SpVgg Fürth 4:3
VfR Mannheim: Weitz - Hoffmann, Schreck - Gründel, Keuerleber, Laumann - Heinzelbecker, Schmitt, Diehl, Langlotz, de la Vigne - Trainer: Hans Merkle
SpVgg Fürth: Geißler - Schmolke, Koch - Mai, Bauer, Ehrlinger - Schmidt, Wirth, Gottinger, Kuhnert, Landleiter - Trainer: Jenö Csaknady
Tore: 0:1 Gottinger (15.), 1:1 Diehl (23.). 1:2 Landleiter (73.)
Schiedsrichter: Neumaier (Ebingen)
Zuschauer: 6000
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