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Saison 1957/1958
4. Spieltag - So., 01.09.1957, 15:00 Uhr
Viktoria Aschaffenburg - SpVgg Fürth
1:0 (0:0)
Es wird den 8000 Zuschauern und sicher auch den Fürthern selbst für alle Zeiten ein Rätsel bleiben, wie sie dieses Spiel verlieren konnten. Fritz Rebell hatte Riesensorgen. Otto Schmitt, Mirsberger und Warmuth fehlten immer noch, Karl Schmitt lag am Tag zuvor mit 39 Grad Fieber im Bett und Budion schleppte eine starke Erkältung mit ins Spiel. Auf den Rängen aber veranstaltete man ein ironisches Rätselraten, wer gegen die in stärkster Besetzung erscheinenden Gäste von den Viktorianern wohl das erste Tor schießen würde.
Dann trumpften die Fürther mit gewitztem technisch und taktisch nahezu vollendetem Kombinationsfußball auf, dass den Aschaffenburgern Hören und Sehen verging. Was spielte Appis, der in dem Programmheftchen auf Halbrechts stand, was Schmidt, Gottinger, Kuhnert und Landleiter? Sie veranstalteten, von einer Läuferreihe internationalen Formats immer wieder mit präzisen Passbällen in Szene gesetzt, einen unerhörten Sturmwirbel. Diese Männer beherrschten das Fußballspiel, um aber im wichtigsten Punkt grausam zu versagen: Das Verwerten der vielen Torchancen blieb ihnen ein Buch mit sieben Siegeln.
Viktorias Abwehrspieler irrten bald mit klitschnassen Trikots hinter ihren elegant die Bälle weiterreichenden Gegner her, ohne die richtige Einstellung zu finden. An der Härte und dem mächtigen Einsatz des jungen Stoppers Horst bissen sich jedoch Gottinger und Kuhnert die Zähne aus. Und hinter Horst stand Torwart Groh, auf den seit Monaten hundertprozentiger Verlass ist. Dann wurde es offensichtlich, dass Aschaffenburg im Feld nur von den Einzelaktionen der alten Füchse Budion und Staab zu leben hatte. Beide sorgten auch, wie schon so oft, für das entscheidende Tor. Staab schlug eine seiner gefürchteten Eckbälle und Budion köpfte wuchtig ein.
Es mangelt an Platz, um die vielen guten Gelegenheiten der Fürther aufzuführen. Aber in der 78. Minute schien wenigstens, nachdem kurz zuvor Koch einen Schuss Hauners aus dem leeren Tor geköpft hatte, der Ausgleich zu gelingen. Schmidt hatte mit einem glücklichen Hackentrick an der Strafraummitte endlich einmal Horst überlistet und schlenzte den Ball am herausstürzenden Groh vorbei auf das Tor. Das Leder sprang jedoch vom Innenpfosten ins Feld zurück und wurde von Horst endgültig weggeschlagen.
Der Bundestrainer wird sich freuen, von einer glänzenden Form Mais zu hören. Mai überragte in hervorragender Kondition und Spiellaune alles. Er steckte Hauner in die Tasche, dirigierte links, half bei dem stark offensiv spielenden Ehrlinger aus und brachte auch noch die Kraft zu Vorstößen in den Strafraum des Gegners mit. Aber wie gesagt: Die Stürmer der Spielvereinigung, Max Appis eingeschlossen, hätten auch nach zwei Stunden kein Tor geschossen. Schiedsrichter Groß aus Frankfurt leitete ausgezeichnet.

Vorspiel der Reserven: Viktoria Aschaffenburg - SpVgg Fürth 1:4
Viktoria Aschaffenburg: Groh - Rarrasch, Buller - Skrypzak, Horst, K. Schmitt - Glaab, Schnabel, Staab, Budion, Hauner - Trainer: Fritz Rebell
SpVgg Fürth: Geißler - Schmolke, Koch - Mai, Erhard, Ehrlinger - Schmidt, Appis, Gottinger, Kuhnert, Landleiter - Trainer: Jenö Csaknady
Tore: 1:0 Budion (15.)
Schiedsrichter: Groß (Frankfurt)
Zuschauer: 8000
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