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Saison 1957/1958
9. Spieltag - So., 06.10.1957, 15:00 Uhr
1860 München - SpVgg Fürth
0:0
Das torlose Unentschieden war wohl die gerechteste Lösung. Einerseits entsprach die Punkteteilung der Ausgeglichenheit des Spiels, zum anderen aber drückt das 0:0 vollkommen richtig aus, daß die Hintermannschaften beiderseits die weitaus stärksten Mannschaftsteile waren. Während man bei den 60ern ohne Bedenken Stemmer und Pfanzelt als die heransragenden Spieler der Abwehr erkennen konnte, fiel die Wahl bei den Fürthern gar nicht leicht. Erhard dürfte wohl sämtlichen Zuschauern ohne Einschränkungen am besten gefallen haben, wenngleich er sein Laufpensum auf Kosten seiner Nebenleute sehr einschränkte. Aber seine Übersicht, sein (das muss gerade bei dem oft kritisierten Erhard einmal deutlich gesagt werden) ungemein faires Attackieren im Kampf Mann gegen Mann und sein Stellungsgeschick ließen den Nationalspieler erkennen.
Und außerdem? Dem Berichterstatter haben Koch und Gottinger noch etwas mehr beeindruckt als die rechte Abwehrseite, doch sein Nachbar Michael Steinbrecher lobte dafür Schmolke und Ehrlinger besonders. Dafür waren sich die Sport-Magazin-Mitarbeiter immerhin darüber einig, dass von beiden Angriffsreihen eigentlich nur Kölbl und Schmidt eine gute Benotung verdienen.
Auf Münchener Seite wurde Börstler nach seiner schweren Verletzung erstmals wieder eingesetzt, auf seinen eigenen Wunsch zwar, aber doch noch verfrüht. Er schonte sich sichtlich und da Müller wegen einer kaum überstandenen Grippe beim Reserve-Vorspiel mitwirkte, bekam Auernhammer nur selten eine auf seine Schnelligkeit zugeschnittene Steilvorlage.
Zweimal freilich schoss er ans Torgebälk und hatte dabei das gleiche Pech wie nach der Pause Schmidt, dessen wuchtiger Schrägschuss ebenfalls vom Torpfosten gestoppt wurde. Übrigens rettete auf der Torlinie der Gastgeber noch zweimal Pfanzelt für seinen schon geschlagenen Torwart Pilz, während sich auf der Gegenseite Geißler bei der Abwehr von Schüssen Börstlers und Kölbls auszeichnete.
Im Ganzen gesehen stand das Treffen freilich auf nicht gerade hohem Niveau. Die Fürther starben, wie so oft, an der Schönheit ihres Mittelfeldspieles, während die Löwen derzeit in einer - vielleicht durch zahlreiche Grippe-Erkrankungen der Vorwoche verursachten - Formkrise stecken. Nicht in bester Form war auch Schiedsrichter Fischer aus Augsburg, der nach einer Reihe von sehr kleinlichen Entscheidungen kurz nacheinander beiden Mannschaften je einen klaren Foulelfmeter versagte.
Eigentlich war man auf beiden Seiten recht zufrieden: Der Fürther Trainer Jenö Csaknady, da seine Mannschaft immerhin gegen 1860 München ohne Gegentor über die Strecke kam, nachdem die Münchener in ihren bisherigen Heimspielen allein 14 ihrer 16 Tore erzielt hatten. Trainer Csaknady bezeichnete die Partie als ein großes Spiel der beiden Mannschaften und hob hier wiederum die ausgezeichnete und abgeklärte Leistung von Nationalspieler Erhard im Verein mit Gottinger hervor. Auch Köbler, Münchens Verteidiger, machte bei den Fürthern sichtlichen Eindruck.
Auch die Münchner freuten sich über den einen Punkt, denn ihre Mannschaft war unter der Woche durch eine Grippewelle schwer gehandicapt worden. Nur die wenigsten Spieler konnten am ständigen Training teilnehmen. So war Trainer Hipp auch gezwungen, den erst kurz von seiner Schulterverletzung wiederhergestellten Börstler an Stelle des noch erkrankten Müller in die Verteidigung zu nehmen. „Verständlich", meinte Hipp, „dass sich Börstler, nach übrigens gutem Start, bei Kopfballgelegenheiten und Zweikämpfen noch nicht in seiner alten Art einsetzen konnte." Auch Hipp sprach in begeisterten Worten von der Leistung Erhards und Gottingers beim Gegner.

Vorspiel der Reserven: 1860 München - SpVgg Fürth 1:0
1860 München: Pilz - Köbler, Pfanzelt - Sommer, Stemmer, Luther - Albert, Kress, Kölbl, Börstler, Auernhammer - Trainer: Hans Hipp
SpVgg Fürth: Geißler - Schmolke, Koch - Ehrlinger, Erhard, Gottinger - Schmidt, Bucklisch, Appis, Schneider, Kuhnert - Trainer: Jenö Csaknady
Schiedsrichter: Fischer (Augsburg)
Zuschauer: 18000
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