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Saison 1957/1958
12. Spieltag - So., 27.10.1957, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - BC Augsburg
3:0 (0:0)
Ohne einen Sturm kann man nun einmal kein Fußballspiel gewinnen. Diese Weisheit stammt nicht aus unseren Tagen, erwies sich aber am Sonntag wieder einmal als richtig. So gut die Augsburger Rechnung mit Vogl als viertem Läufer bei Halbzeit noch aufzugehen schien, bereits eine Minute nach Wiederanspiel war sie illusorisch geworden, als Fürth ein Tor vorlegte. Nun musste Augsburg aus seiner starren Abwehr heraus und stand plötzlich vor der Tatsache, dass eben kein Angriff zur Verfügung stand, der den verlorenen Boden hätte aufholen können. An dieser Feststellung ändern weder einige schöne Spielzüge im Mittelfeld, meist von Berg und Niklasch ausgehend, noch schöne Einzelleistungen von Haller etwas. In seiner Gesamtheit blieb der Gästesturm ohne Wirkung, zumal sich die Augsburger Stürmer als Unglücksraben erwiesen, wenn sie einmal zum Schuss ansetzten.
Letzteres kann man dem Fürther Angriff für die erste Halbzeit allerdings auch bescheinigen, so sehr sich der überall zu findende Mai und der kluge Lenker Appis auch bemühten, ihren Nebenleute freie Schussbahn zu schaffen. Die konsequent deckende, sechsköpfige Abwehrmauer der Gäste schien einfach nicht zo schlagen zu sein. Zudem fehlte den Fürthem bis dahin die Unterstützung aus ihrer Läuferreihe, in der Gottinger diesmal fast alles danebenging. In ihrem Bemühen, die Augsburger Deckung aufzurollen, verspielten sich die Fürther Stürmer in Kurzpassfolgen und erreichten damit genau das Gegenteil.
Das erste Tor, sofort nach Wiederanspiel, brach den Bann. Ehe sich die Gäste umgestellt hatten, waren sie restlos geschlagen. Stand Süßmann, der eine Flanke von Schmidt abklatschte, beim ersten Treffer noch Pate, so resultierten die beiden anderen Tore aus der blendenden Vorarbeit von Appis, dessen weite Querpässe dem Schützen Schmidt jeweils den Weg zum Tor öffneten. Augsburgs Sturm, obwohl jetzt in kompletter Besetzung anrennend, konnte der Fürther Abwehr in keiner Spielphase mehr ein Rätsel aufgeben. Auch Biesinger, in vielen Aktionen etwas behäbig geworden, schaffte da keinen Wandel. Zeitweise sah es so aus, als halte Erhard allein den Gästesturm in Schach.
Nach dem beruhigenden 3:0 konnte man für den Rest des Spieles Schulfußball der Fürther genießen, bei denen sich Mai und Appis als Meister in der Kunst des Ballhaltens in den eigenen Reihen erwiesen. Den Gästen blieb hier nur die Rolle des Zerstörers, die sie zwar hart, aber insgesamt im Rahmen bleibend spielten.
Mit Schiedsrichter Schmetzer war man auf den Rängen nicht immer einverstanden. Vielfach zu Unrecht, denn wenn der Mannheimer auch Fehler machte, so waren sie doch nicht von entscheidender Bedeutung.
Trainer Csaknady war mit der ersten Halbzeit gar nicht zufrieden: „Es spielte sich schwer gegen eine so konsequent deckende Hintermannschaft. Aber unser Sturm hätte klüger spielen müssen, um die Deckung der Angsburger aufzulockern." Nun, um so zufriedener war der Ungar zum Schluss, denn: "Ende gut, alles gut."

Vorspiel der Reserven: SpVgg Fürth - BC Augsburg 7:0
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, Koch - Ehrlinger, Erhard, Gottinger - Mai, Schmidt, Appis, Schneider, Kuhnert - Trainer: Jenö Csaknady
BC Augsburg: Süßmann - Hochstätter II, Fischer - Niklasch, Hochstätter I, Berg - Häring, Haller, Biesinger, Degle, Vogl - Trainer: Fritz Reitermeier
Tore: 1:0 Kuhnert (46.), 2:0 Schmidt (53.), 3:0 Schmidt (61.)
Schiedsrichter: Schmetzer (Mannheim)
Zuschauer: 7000
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