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Saison 1968/1969
Sport-Magazin-Pokal - Sa., 03.08.1968, 16:00 Uhr
1. FC Nürnberg - SpVgg Fürth
3:2 n.V. (1:1, 1:0)
196. Lokalderby in Nürnberg. Doch so schwer hatte es sich der Deutsche Meister keineswegs vorgestellt. Die Nürnberger kamen frisch aus ihrem Höhentrainingslager aus dem Kleinen Walsertal in die Noris. 30 Minuten lang hatten sie viel Schwung, dann wurden, sie müder und müder. Fürth war ebenbürtig, enorm stark und spurtschnell. Da es um einen Privatpokal ging, musste die Partie um zweimal 15 Minuten verlängert werden. Auch in diesen restlichen zusätzlichen 30 Minuten hielt Fürth großartig mit.

Nürnbergs Mannschaft wies viele neue Gesichter auf. Doch für eine erste Kritik war dieses Spiel nicht angetan. Merkels zwei Wochen "Trainingslager der Qualen" in der Pension des ehemaligen Skiweltmeisters Luggi Leitner in Mittelberg im Kleinen Walsertal hatte noch zuviel Muskelkater und Müdigkeit hinterlassen. "Aber jetzt, in den nächsten 14 Tagen, werden wir ruhiger trainieren, viel mit dem Ball machen, dann ist die Mannschaft voll da", meinte Merkel.

Hennes Küppers wurde viel bestaunt, als die gesamte Clubmannschaft den Zuschauern vorgestellt wurde. Küppers glänzte 25 Minuten, dann fiel er zurück. Genau wie bei Zaczyk und Hansen (der Däne ist sehr stark, wenn er offensiv wird, hat aber in der direkten Manndeckung noch Fehler) oder auch bei dem enorm starken 18jährigen Amand Theis. Wie gesagt, Fürth hielt prächtig mit. Ein Kompliment dem neuen Trainer Fred Hoffmann. Albrecht war groß im Mittelfeld, Marchl stark in der Abwehr, Krüssenberg ein überragender Torhüter, Ebenhöh (vom 1. FCN gekommen) ein gefährlicher Mittelstürmer. Vielleicht kann man noch die eine Feststellung treffen: Nürnbergs Sturmspiel litt zu sehr darunter, dass keine echte Sturmspitze da war. Beer zog sich zurück, und da es keinen Linksaußen gab (Zaczyk spielte ständig im Mittelfeld), lief fast alles über Cebinac. Es kamen viele schöne - hohe und flache - Flanken. Aber keiner verwertete sie. Erst als Ludwig Müller Mittelstürmer spielte, hatten Cebinacs hohe Bälle auch Sinn. Zweimal köpfte Ludwig Müller ins Tor.

Das Derby im Spiegel der Presse:

Kicker:

Fürth war ebenbürtig, enorm stark und spurtschnell.

Fürther Nachrichten:

Eines scheint schon festzustehen: Wie der Club in der Bundesliga, sollten in der bevorstehenden Spielzeit auch die Kleeblättler in der Regionalliga vorne mit dabei sein.

Sportkurier:

Erstaunlich die Fürther! Sie sind eine schnelle Mannschaft geworden und hatten annähernd die gleichen Chancen wie der 1. FC Nürnberg.

Abendzeitung:

Erstaunlich, dass die Nürnberger fast zwei Stunden benötigten, um den Widerstand der Kleeblättler zu brechen.

Sport-Magazin:

Noch nie lag eine Sensation so nahe wie diesmal. Die Fürther können ihr großes Ziel - Teilnahme an der Aufstiegsrunde - diesmal erreichen, wenn sie weiter den Einsatz wie gegen den Lokalrivalen zeigen.

Bild:

Berge, Berge, nichts als Berge. Nach dem Heuberg im Kleinen Walsertal, brachte jetzt Krüssenberg von der Spielvereinigung Fürth den Club ins Schwitzen. Der Tausendsassa im Fürther Tor zwang den Meister zu Überstunden.

Pitt

1. FC Nürnberg: Wabra (46. Rynio) - Hansen, Popp - L. Müller (82. Leupold), Wenauer, Theis (91. Rigotti) - Cebinac, Strehl (46. H. Müller), Beer (82. L. Müller), Küppers, Zaczyk - Trainer: Max Merkel
SpVgg Fürth: Krüssenberg - Derbfuß, Schmid - Marchl (102. Schöpe), Rauh, Tauchmann (25. Müller) - Kamp, Albrecht, Ebenhöh, Jung (70. Klier), Perras (95. Bösl) - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 1:0 Strehl (17.), 1:1 Albrecht (51.), 2:1 L. Müller (95.), 2:2 Ebenhöh (101.), 3:2 L. Müller (117.)
Schiedsrichter: Betz (Regensburg)
Zuschauer: 15000
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