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Saison 1960/1961
16. Spieltag - So., 11.12.1960, 14:00 Uhr
VfB Stuttgart - SpVgg Fürth
1:0 (1:0)
Der VfB zeigte die größere technische Reife. Sein Spiel war auch zielstrebiger angelegt. Er hatte zweifellos mehr Torgelegenheiten, besonders nach dem Seitenwechsel. Aber er scheiterte letzten Endes immer wieder an zwei großartigen Gegenspielern: Dem Stopper Erhard und Torhüter Geißler. Bis auf eine Begebenheit. Und diese Situation war entscheidend für den doppelten Punktverlust der Fürther.
Es war ausgesprochenes Pech, dass der einzige Treffer kurz vor dem Seitenwechsel und Im Anschluss an eine Ecke durch den VfB-Halblinken Blessing einer momentanen Unachtsamkeit der sonst so hervorragenden Deckung der Spielvereinigung zugeschrieben werden muss.
Dass dann die Fürther mit dem Schicksal haderten, weil Sekundenbruchteile vor dem Eckball der Linienrichter ein Abseits angezeigt hatte, was jedoch vom Schiedsrichter ebenso ignoriert wurde wie eine elfmeterreife Situation im VfB-Strafraum, kann man durchaus verstehen.
Bleiben wir bei der Kritik an Fürth: Der Sturm hat versagt. Völlige Ausfälle waren die Flügelstürmer. Was ist nur aus dem einst so gefürchteten Landleiter geworden? Er verschenkte In der 36. Minute die wohl größte Chance, als er völlig freistehend und unbehindert aus etwa zwei Metern Entfernung das Leder neben dem rechten Torpfosten ins Aus jagte. Vier Minuten vorher allerdings lenkte der brillante Geißler einen von Weise scharf geschossenen Ball mit der Hand gegen den Pfosten und von dort sprang der Ball zurück ins Feld. Aber viel größer waren die torreifen Gelegenheiten nachher für den VfB. Immer und immer wieder retteten Erhard und Geißler im letzten Moment.
Was wäre Fürth ohne diese beiden Spieler? Viel Pech hatte der unermüdlich kämpfende Max Appis. In der 13. Minute setzte er einen Freistoß gegen die Latte. Umgekehrt hatten auch die Fürther großes Glück, als Geiger in der 75. Minute einen Freistoß schoss und der Ball von der unteren Lattenkante ab- und ganz offensichtlich hinter der Linie aufprallte. Wir standen auf gleicher Höhe des Fürther Tores und haben den Vorfall genau beobachtet. Nachher gab es noch vier Latten- nnd Pfostenschüsse der VfB-Stürmer.
Schwächste Mannschaftsteile waren die Stürmerreihen. Sowohl beim VfB als auch bei der Spielvereianigung enttäuschten die Flügelleute. Blessing liefert nicht annähernd so gute Spiele wie In früherer Zeit und Weise entzog sich durch Rochieren bzw. Platztausch mit dem für den verletzten Strohmeier aufgestellten Pfisterer der eisernen Bewachung durch Erhard. Retter, Seibold, Walter und Sawitzki haben uns am besten gefallen. Die Fürther mußten auf Heidner, Brzuske, Schmidt und Gußner verzichten. 

In der Kabine sagte der Fürther Trainer Horst Schade: "Das Fehlen von Stammspielern hat sich doch bemerkbar gemacht. Spielerisch betrachtet hat der VfB zweifellos ein leichtes Übergewicht gehabt. Aber darüber hinaus vermochte unsere Mannschaft doch mehrere torreife Situationen herauszuspielen. Aber es klappt und klappt nicht. Man kann manchmal verzweifeln. Trotzdem muss ich sagen; unsere Mannschaft hat aufopfernd gekämpft und wir hatten doch auch Pech, dass es nicht wenigstens zu einem Tor gereicht hat."

Vorspiel der Reserven: VfB Stuttgart - SpVgg Fürth 3:3
VfB Stuttgart: Sawitzki - R. Eisele, Seibold - Hartl, Retter, Walter - Geiger, Pfisterer, Weise, Blessing, Will - Trainer: Kurt Baluses
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, Groß - Stumptner, Erhard, Gottinger - Raithel, Appis, Schneider, Ehrlinger, Landleiter - Trainer: Horst Schade
Tore: 1:0 Blessing (43.)
Schiedsrichter: Rodenhausen (Gießen)
Zuschauer: 4000
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