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Saison 1946/1947
32. Spieltag - So., 25.05.1947, 16:30 Uhr
SpVgg Fürth - VfR Mannheim
2:1 (2:1)
Schwacher Fürther-Sturm trotz 2:1 gegen den VfR Mannheim.
Wer die Erfolgskurve des Ronhöfer Pfingstgastes in der zweiten Runde verfolgte, schien verblüfft über den vierten Platz, den VfR in dieser Zeitspanne herausspielte. Es lockte diesmal für beide Spielpartner nach einem Erfolg der beruhigende zehnte Mittelrang und damit ein weiteres Abrücken von der bedrohlich erweiterten Abstiegsgruppe.
Es schien deshalb weiter nicht verwunderlich, wenn die ersten 45 Minuten mit Elan, einer Fülle an technischen Raffinessen und schwungvollen Angriffen heruntergespielt wurden, wie sie von Kleeblatt-Treffen lange nicht mehr gewohnt waren. Der technisch glänzende, wenn auch zuweilen temperamentlos wirkende Faul inszenierte die Vorstöße, das bienenfleißige Paar Schnitger-Pfeiffer förderte seine Bemühungen. Streckenweise ließen Hoffmann-Meier-Spitz vielversprechende Ansätze zu Freilaufen, ohne Ball und Sinn für verwirrendes Paßspiel nach bewährtem Club-Muster erkennen. Dieser erfrischende Eindruck konnte sich noch nicht harmonisch abrunden, da sich Hoffmann oft spät von Ball und Gegner trennte und vor allem Vorläufer durch übertriebene Stehversuche selbst planvolle Angriffsabsichten zerstörte. Nur 30 Minuten währte dieser System-Umbruch.
Fürths Abwehr-Phalanx um Niemann-Popp-Carolin sicherte auch gegen die unberechenbar vorpirschenden VfR-Angreifer wertvolle Doppelpunkte. Niemann glänzte durch temperamentvolles Eingreifen und Herauslaufen, Popp mit weitreichenden, satten Abschlägen und Carolin durch sein ruhig-sachliches Stopperspiel (für den gesperrten Zollhöfer). Pröll schien durch seine Knöchelverletzung noch gehemmt und wirkte oft behäbig.
Die letzten imponierenden VfR-Ergebnis-Meldungen wurden verständlich, als sie die schmerzliche Verletzung und das Ausscheiden von Krieg zwang, mit nur zehn Spielern gegen das 1:2 noch großartig anzukämpfen. An der granitenen Zerstörung des drahtigen Rößling, des aufmerksamen Hoffmann-Bewachers Rohr (wenn auch oft mit unberechtigten Mitteln) und der aufopfernden Haltung des Seitenläufer-Paares Müller-Lehnert rannten sich die Kleeblatt-Stürmer nach dem Wechsel immer wieder fest. Die Vier-Mann-Angreifer demonstrierten eindrucksvoll, mit welch einfachen Mitteln Angriffe vorgetragen und die Gegner-Abwehr ausgeschaltet werden konnte. Nur die Torlatte, nach einem Stiefvater-Schrägschuss, verwehrte das 2:2. Es ist unbegreiflich, dass der aus Stuttgart erschienene Schüler zur Schiedsrichter-Elite zählen kann. Einfachste Regelvergehen, klarste Entscheidungen entschied er mit einer noch bewundernswerten Ruhe ins Umgekehrte. Durch seine dauernden Fehlpfiffe drohte das Treffen in und außerhalb des Spielfeldes zeitweise auszuarten.

Pitt

SpVgg Fürth: Niemann - Popp, Pröll - Pfeiffer, Carolin, Schnitger - Vorläufer, Spitz, Hoffmann, Faul, H. Meier - Trainer: Erich Koch
VfR Mannheim: Jöckel - Krieg, Rößling - Müller, Rohr, Lehnert - Stiefvater, Wirthwein, Bardorf, Altig, Striebinger - Trainer: Hans Fleischmann
Tore: 1:0 H. Meier (11.), 1:1 Altig (31.), 2:1 H. Meier (42.)
Schiedsrichter: Schüler (Stuttgart)
Zuschauer: 8000
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