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Saison 1946/1947
10. Spieltag - So., 01.12.1946, 14:00 Uhr
SpVgg Fürth - 1. FC Bamberg
4:0 (2:0)
Die Kleeblatt-Elf, spielerisch reifer und zielstrebiger, feierte den dritten Sieg (in einer Folge) und verwandelte die Torquote innerhalb dieser drei Spieltage von 7:9 auf 18:12 um! Der Ursprung dieser Leistungssteigerung liegt vor allem in der konstanten, jeden Sonntag nunmehr gleich besetzten Elf begründet.
Bambergs erstem Auftreten sah man in Nürnberg-Fürth interessiert entgegen. Wuchs doch dieser Liganeuling nach den ersten vier Spieltagen zum „Club"-Bedroher empor, Und einige wohlbekannte Namen lenkten die Blicke auf diese reizvoll kombinierte Elf. Fürths klares 4:0 deckte aber offensichtlich die Schwächen und Lücken (nach den Abgängen von Wilde und Machate nach Hamburg und der Verletzung Hoffmanns) auf. Im rechten Augenblick scheint "Bumbes" Schmidts feste Hand einzugreifen, um das bunt durcheinandergeworfene Mannschaftsbild neu zu formen. Wahl an Spielern ist genügend vorhanden. Im Vergleich zum Spiel-Triumph vor Monaten gegen Schalke standen fast dieselben Kräfte zur Verfügung. Then, etwas gleichgültig und lustlos geworden, hütet das Tor, Krügel, Mannschafts-Senior und Dauerschatten des Fürther Durchreißers Hoffmann, verteidigt noch mit der gleichen Zähigkeit und Routine, Donhauser und Hewerer (der frühere Berliner vom BSV 92), das Außenläuferpaar, bemüht sich um die Verbindung und Ankurbelung des Angriff und vorne vertraute man auch diesmal auf den Flügel der feinen Techniker Ulzheimer-Schäfer. Als Einzelspieler sehr brauchbar, im Feldspiel und in der Kombination oft einfallsreicher als die Fürther, und trotzdem blieb Bambergs Spiel ohne Wirkung, ohne Kraft, ohne Konzentration.
Anders die Fürther. Gewiss gäbe es in der harmonischen, einheitlichen Spielführung manches zu verbessern. Oft erreichten Pässe nicht den eigenen Mann länger als gewünscht wurden Ruhepausen eingelegt und nicht immer war ein Vollstrecker bei klaren Gelegenheiten zur Stelle. Doch mit welch feurigem Elan und energischen Zwischenspurts bedroht der (trotz vorzeitigem Ausfall von Spitz nach Verletzung) Kleeblatt-Angriff Bambergs Tor. Souverän beherrschten Fürths Abwehrtalente Niemann, Pröll, Pfeiffer und Zollhöfer den gegnerischen Sturm. Ein Genuss für den Kenner ihr reibungsloses Ergänzen im Angreifen und Decken. Bessert sich noch Schwabs Zuspiel und legt Roth den Fehler des zu langen Dribbelns ab, so wird sich auch ihre Spielwirkung noch steigern. In der Vorderreihe war der spurtschnelle Hoffmann (vor allem nach der Pause) nicht zu bremsen. Winkler flankte wieder ausgezeichnet und verriet viel Sinn für gute Kombination, Popp schien trotz schwerfälligen Wirken erheblich verbessert. Bedauerlich blieb der zu rasche Ausfall von Spitz.
Zwei Treffer vor, zwei nach der Pause. Zwei Kopfball-Tore in den ersten 45 Minuten, zwei Hoffmann-Durchbrüche nach dem Wechsel. Kaltblütiges Dazwischenfahren und rasante Verteidiger-Abwehr von Krügel, Zollhöfer und Pröll, glanzvolle Niemann-Paraden, begeisternde Hoffmann-Spurts, feine Balltechnik von Schäfer, Vorläufer und Ulzheimer, sowie zügige Passfolgen zwischen Popp-Vorläufer und Hewerer-Donhauser würzten diesen Ronhof-Kampf und bildeten das Beste des wechselvollen 90-Minuten-Spielfilms.
SpVgg Fürth: Niemann - Pfeiffer, Pröll - Schwab, Zollhöfer, Roth - Hoffmann, Vorläufer, Spitz, Popp, Winkler - Trainer: Hans Hagen
1. FC Bamberg: Then - Bergmüller, Krügel - Hewerer, Schmidt, Donhauser - Schäfer, Ulzheimer, Ernst, Herder, Luther - Trainer: Hans Schmidt
Tore: 1:0 Popp (15.), 2:0 Winkler (35.), 3:0 Hoffmann (52.), 4:0 Hoffmann (74.)
Schiedsrichter: Steinsdorfer (Bad Wiessee)
Zuschauer: 10000
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