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Saison 1984/1985
Kreispokal - 4. Runde - Fr., 03.08.1984, 18:30 Uhr
SpVgg Fürth - ESV Flügelrad
3:0 (0:0)

Das muss am kommenden Mittwoch im Ronhof beim ersten Punktspiel für die SpVgg Fürth gegen ESV Ingolstadt eine glänzende Premiere werden; denn die Generalprobe von gestern abend beim erst in den letzten Minuten sichergestellten 3:0-Sieg im Kreispokal über den B-Klassisten ESV Flügelrad kann nur als - klammert man das Weiterkommen im lukrativen Pokal aus - restlos missglückt angesehen werden.

Es war über weite Strecken jämmerlich, was der Bayernligist gegen die biederen Eisenbahner bot, von denen etliche mit unübersehbarem Übergewicht über den schönen grünen Rasen trabten, erschütternd, mit ansehen zu müssen, wie hilflos die Fürther über wenigstens zwei Drittel dieser Partie wirkten, dass sie in der ersten Halbzeit - auch bei wohlwollender Betrachtung - nur eine halbe Torgelegenheit herauszuspielen in der Lage waren, während auf der anderen Seite Schlussmann Roland Kastner zweimal glänzend reagieren musste, um den nur aus Manfred Stich bestehenden Flügelrad-Angriff am Einschuss zu hindern.

Es schien zumindest zeitweilig, als hätten die Fürther Blei an den Beinen, von Schnellkraft, Spritzigkeit und Frische nichts zu bemerken. Stecken die Kleeblattspieler ausgerechnet kurz vor dem Bayernligastart in dem unausbleiblichen Vorbereitungstief?

Nach 20 Minuten kam Fürths Trainer Günter Gerling zu der Erkenntnis, einen Abwehrspieler zuviel auf dem Feld zu haben, und brachte für Marcus Karlshaus den Stürmer Harald Ebner. Am Geschehen änderte sich allerdings nichts. Die Einheimisichen rannten sich immer wieder an der Abwehrmauer der Flügelrader fest, fanden kein Mittel, die teilweise langsamen und unbeweglichen ESVler auszumanövrieren.

Als es nach Seitenwechsel auf Fürther Seite nicht besser wurde, machten die rund 400 Zuschauer ihrem Unmut Luft. Allmählich ergaben sich einige Torchancen für die Heimmannschaft, die jedoch überhastet vergeben wurden.

Erst als Rudi Litz in der 77. Minute im Strafraum hinfiel, Schiedsrichter Fetz (Zirndorf) darin ein Foul erblickte, der „Gefoulte" entgegen aller fußballerischen Gepflogenheit selbst zur Exekution schritt, war der Führungstreffer fällig. Verständlich, dass der ESV leidenschaftlich protestierte. In der 85. Minute ergab die einzige Glanzleistung des ansonsten ganz im Gegensatz zum HSV-Spiel diesmal fast einen Ausfall darstellenden Bernhard Lippert das 2:0. Fast mit dem Schlusspfiff fiel das 3:0 durch Manfred Krimm.

Es gibt Spiele, die man am besten so schnell wie möglich vergisst. Das gestrige gehört dazu.

SpVgg Fürth: Kastner - Litz - Trunk, Karlshaus (22. Ebner, Erhart), Rupp - Hütter, Krimm, Hermann, Lippert - Adler, Reichel - Trainer: Günter Gerling
ESV Flügelrad: u.a. Stich - Trainer: Heinz Grasshauser
Tore: 1:0 Litz (77., Foulelfmeter), 2:0 Lippert (85.), 3:0 Krimm (90.)
Schiedsrichter: Fetz (Zirndorf)
Zuschauer: 400
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