BERNHARD BERGMANN
Geboren 23.12.1948 in Eckersm├╝hlen
Position Abwehr
Im Team ab Juli 1970
Im Team bis Juni 1983
Spiele 2. Bundesliga 322/12
Nationalität Deutsch
Vorherige Vereine TV Eckersm├╝hlen (1959-1968), TSV 04 Schwabach (1968-1970)
Spätere Vereine Spielertrainer TSV 04 Schwabach (1983-1985), Spielertrainer TV Eckersm├╝hlen (1985-1989), Jugendtrainer TV Eckersm├╝hlen (1997-2001 und 2003/04), Trainer TV Eckersm├╝hlen (9/2006-1/2007)
Die Fürther Journalistenlegende Konrad Vogelsang bezeichnete ihn einst als den "Beckenbauer des Ronhofs" und auch viele Kleeblatt-Fans schwärmen heute noch von ihm als einen der besten Liberos der Zweiten Liga. In der Tat. Von 1970 bis 1983 absolvierte Bernhard Bergmann 660 Spiele für die SpVgg Fürth und war bis zuletzt eine der großen Spielerpersönlichkeiten im Kleeblatttrikot. Kein anderer Zweitligaspieler hat bisher seine Rekordmarke erreicht.

"Manchmal fahre ich rüber in den Ronhof, gehe auf den Rasen, schau mich im leeren Stadion um und denke schon an die alten Zeiten. Dann habe ich das Gefühl als ob ich erst gestern aufgehört hätte." Mit Wehmut aber auch einer guten Portion Stolz erinnert sich der heute 52-jährige Bergmann an die Zeit zurück, in der er Zweitligageschichte geschrieben hat. Auch wenn er heute nur noch selten die Spiele des Kleeblatts im Playmobilstadion verfolgen kann, so fühlt er sich doch verbunden mit dem Verein, in dem er 13 Jahre gespielt hat: "Das hängt man eben nicht so einfach mit der Jacke ab."

Im Alter von 21 Jahren kam er 1970 in den Ronhof. Der damalige Trainer Fred Hoffmann hatte den großgewachsenen jungen Spieler vom TSV 04 Schwabach zum Probetraining eingeladen. "Ich hab dem Peter Löwer einfach drei reingehauen und dann haben sie mich genommen", scherzt Bergmann, der heute als Betriebsprüfer beim Finanzamt beschäftigt ist. Zunächst musste er zwar mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen, doch sein Ehrgeiz ("Ich war mit Leib und Seele Fußballer."), sein Fleiß und natürlich seine fußballerischen Qualitäten brachten ihm nach etwa einem halben Jahr einen Stammplatz im Regionalligateam (die Zweite Liga wurde erst 1974/75 eingeführt) ein, vorerst aber im Mittelfeld. Zum Libero avancierte Bergmann ein paar Jahre später.

Auf dieser Position ("Das ist heute noch mein Traumposten") reifte er zu einer unumstrittenen Spielerpersönlichkeit im Kleeblattdress. Als Libero und Kapitän war er Organisator der Abwehr, trieb das Spiel nach vorne und war auch außerhalb des Spielfeldes eine Leitfigur. "Mit Helmut Klump und Hermann Grabmeier hatte ich natürlich zwei hervorragende und kampfstarke Verteidiger, auf die ich mich verlassen konnte", unterstreicht der in Roth-Eckersmühlen geborene Abwehrstratege das damals "sehr gute kameradschaftliche Verhältnis der Mannschaft". In den heutigen Teams sei dies nicht immer so. "Das sind oft eher Zweckgemeinschaften", sieht Bergmann die Entwicklung etwas kritisch.

Nicht zuletzt die gute Kameradschaft im Team war es auch, die ihn die rund 14 Angebote aus der Ersten Liga (darunter der Club, VfB Stuttgart, 60 München) ausschlagen ließ, obwohl er dort ein Vielfaches hätte verdienen können. In erster Linie aber sprachen familiäre und berufliche Gründe ("Ich wollte meinen Beruf nicht aufgeben.") gegen einen Wechsel. "Im Nachhinein war das auch die richtige Entscheidung", verrät Bernhard Bergmann, der seit vier Jahren die C-Jugend seines Heimatvereins TV Eckersmühlen betreut.

Bernhard Bergmann, ausgezeichnet mit der Goldenen Ehrennadel der SpVgg anlässlich seines 500. Spiels im Kleeblatt-Dress, blieb am Ende seiner aktiven Zeit im Ronhof allerdings auch der Abstieg nicht erspart. "Das war schon bitter", erinnert er sich an sein letztes Spiel in der Saison 1982/83 beim FC Augsburg, der mit seinem 3:0-Erfolg den Abstieg des Kleeblatts in die Bayernliga endgültig besiegelte. "Allerdings war das auch nicht mehr diese Supermannschaft, die wir mal hatten. Zu häufige Spielerwechsel brachten keine Kontinuität", so der zweifache Familienvater, der als Jugendtrainer die heutige Entwicklung im Fußball auch kritisch sieht.

"Es gibt bei uns so viele sehr gute Talente, doch werden diese zu wenig gefördert", bemängelt Bergmann die Politik vieler Vereine, ausländische Spieler dem eigenen Nachwuchs vorzuziehen. Außerdem vermisse er immer mehr die Allroundspieler. Dennoch. Dem Kleeblatt traut er den Aufstieg in die Erste Liga durchaus zu. "Es müssen nur alle an einem Strang ziehen und mit Leib und Seele dabei sein", gibt er dem Team mit auf den Weg.

Willi Ebersberger

Saisonhistory
Saison Verein Liga Liga-
Spiele
Liga-
Tore
Pokal-
Spiele
Pokal-
Tore
Weitere
Spiele
Weitere
Tore
1967/1968  TV Eckersm├╝hlen B-Klasse Schwabach            
1968/1969  TSV 04 Schwabach Landesliga Mitte            
1969/1970  TSV 04 Schwabach Landesliga Mitte            
1970/1971  SpVgg F├╝rth Regionalliga S├╝d 26 2 2 1 0 0
1971/1972  SpVgg F├╝rth Regionalliga S├╝d 36 6 1 0 0 0
1972/1973  SpVgg F├╝rth Regionalliga S├╝d 34 5 3 0 0 0
1973/1974  SpVgg F├╝rth Regionalliga S├╝d 30 3 1 0 0 0
1974/1975  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 36 1 3 2 0 0
1975/1976  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 36 1 4 0 0 0
1976/1977  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 37 1 1 0 0 0
1977/1978  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 38 0 1 0 0 0
1978/1979  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 31 1 1 0 0 0
1979/1980  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 39 5 2 0 0 0
1980/1981  SpVgg F├╝rth 2. Liga S├╝d 35 2 1 0 0 0
1981/1982  SpVgg F├╝rth 2. Bundesliga 35 0 1 0 0 0
1982/1983  SpVgg F├╝rth 2. Bundesliga 35 1 1 0 0 0
1983/1984  TSV 04 Schwabach Bezirksliga S├╝d (Mittelfranken)            
1984/1985  TSV 04 Schwabach Landesliga Mitte            
1985/1986  TV Eckersm├╝hlen B-Klasse Jurakreis            
1986-1988  TV Eckersm├╝hlen A-Klasse Jurakreis            
1988/1989  TV Eckersm├╝hlen Bezirksliga S├╝d (Mittelfranken)            
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