MANFRED EBENHÖH
Geboren 10.05.1948 in Wilhermsdorf
Position Sturm
Im Team ab Juli 1968
Im Team bis Juni 1972
Spiele 1. Bundesliga 1/1
Nationalität Deutsch
Vorherige Vereine TSV Langenzenn (1958-1964), 1. FC Nürnberg (1964-1968)
Spätere Vereine TSV Langenzenn (1972-1974), FC Herzogenaurach (1974-1978), TSV Langenzenn (1978-1981)

Manfred Ebenhöh wurde am 10.05.1948 in Wilhermsdorf geboren. Seine Eltern waren beide sportlich aktiv und so war es auch nicht verwunderlich, dass Manfred Ebenhöh seinen Weg zur Fußballjugend des TSV Langenzenn fand, als sein Vater dort als Trainer tätig war. „Von Beginn an war ich Stürmer und Torjäger“, erinnert sich Ebenhöh heute. Er blieb dem TSV bis in die A-Jugend treu, dann jedoch stand der Wechsel zum 1. FC Nürnberg an. Dieser war auf den jungen Ebenhöh aufmerksam geworden, nachdem er in einem Pokalspiel zwei Tore gegen die A-Jugend des FCN geschossen hatte.

In der Jugend der Nürnberger wurde schließlich sogar der DFB auf Ebenhöh aufmerksam und so folgten Berufungen in die Junioren-Nationalmannschaft. Im Anschluss an die A-Jugend spielte er in der Amateur-Mannschaft des Clubs in der Bayernliga. Sein erstes und einziges Bundesligaspiel bestritt Ebenhöh als Amateur und „Vertretung“ für den erkrankten Franz Brungs am 20.05.1967 gegen 1860 München. Dabei gelang ihm auch gleich ein Tor. Anschließend unterschrieb er einen Zwei-Jahres-Vertrag. So gehörte er zwar zum Kader der Mannschaft, die unter Max Merkel Deutscher Meister wurde, Einsätze bekam er allerdings keine und als Merkel anschließend die Mannschaft umbaute, suchte sich Ebenhöh einen neuen Verein.

Auf diesem Wege landete er 1968 beim Kleeblatt, dessen erste Mannschaft damals in der Regionalliga spielte und von Fred Hoffmann trainiert wurde. Bereits im ersten Spiel – einem Freundschaftsspiel gegen WSG Wattens/Tirol – gelang Ebenhöh der erste Treffer für seine neue Mannschaft. Das zweite legte er im „Sportmagazin-Pokal“ gegen seinen ehemaligen Verein nach, leider gewann der Club in der Verlängerung doch noch mit 3:2.

Gegen Rot-Weiß Frankfurt erzielte Ebenhöh schließlich auch das erste Pflichtspieltor, gegen Darmstadt entschied sein Treffer in der zweiten Minute die Partie zu Gunsten der Fürther. In der folgenden Woche dann das – nach Ebenhöhs Meinung – denkwürdigste Spiel seiner Zeit beim Kleeblatt: In einer wahren Schlammschlacht im Ronhof traf man auf den Freiburger FC. Dieser war in der 29. Minute in Führung gegangen. Auf schwerem Geläuf dauerte es bis zur 84. Minute, ehe Richard Albrecht flach vor das Tor passte und Ebenhöh zum Ausgleich eingrätschen konnte. Ernst Perras besorgte in der letzten Minute schließlich noch den Siegtreffer per Strafstoß.

In seiner ersten Saison bei der SpVgg brachte es Manfred Ebenhöh auf sieben Tore, was ihn zum vereinsinternen Torschützenkönig machte. Die Saison fand ihren Abschluss, als Ebenhöh in einem Freundschaftsspiel gegen seinen Stammverein TSV Langenzenn das fünfte Tor zum 6:0-Endstand erzielte.

In der folgenden Saison erhöhte er seine Quote auf neun Tore – darunter auch sein einziger „Kleeblatt-Hattrick“ im Spiel beim FC Schweinfurt 05, das mit 4:1 gewonnen wurde. Diese Saison 1969/70 brachte ihm auch seinen einzigen Derby-Sieg ein. Im 199. Zusammentreffen gelang im Ronhof ein 3:2-Sieg gegen die Nürnberger. Ebenhöh erzielte hierbei in der 65. Minute das vorentscheidende 3:1.

Die Saison 1970/71 sollte mit zwölf Pflichtspieltreffern seine erfolgreichste im Kleeblatt-Dress werden. Dann allerdings wechselte der Trainer und damit auch Ebenhöhs Glück. Hatte er sich unter Fred Hoffmann in Fürth noch sehr wohl gefühlt, so änderte sich das mit dem neuen Trainer Werner Bickelhaupt schlagartig. Dieser bescheinigte dem Stürmer zwar Bundesligaformat, doch aufstellen wollte er ihn nicht so recht. An eine Begebenheit vom 24.10.1971 erinnert sich Ebenhöh besonders. Wieder einmal war er nicht im Kader für das Spiel, doch dann: „Am Mittag vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC tauchte Bickelhaupt bei uns zuhause auf und erklärte mir, dass ich nicht Mittagessen dürfe, weil ich am Nachmittag spielen müsste – sprach’s und aß mein Hähnchen auf! Obwohl ich nicht einmal für die Ersatzbank vorgesehen war, kam ich zum Einsatz.“

Der Trainer war auch der Grund, warum Manfred Ebenhöh seine Zelte bei der Spielvereinigung schließlich abbrach. Zwar wurde Bickelhaupt noch vor Saisonende abgelöst, doch da hatte der Stürmer schon seine Zusage bei seinem Heimatverein TSV Langenzenn gegeben. Sein letztes Pflichtspieltor für das Kleeblatt erzielte Ebenhöh am 22.4.1972 gegen Ludwigsburg. Seine allerletzten Treffer im Kleeblatttrikot folgten schließlich im Rahmen eines Freundschaftsspiels in Wolframs-Eschenbach, wo er zum 17:2-Erfolg sechs Treffer beitrug.

Wie zugesagt wechselte Ebenhöh anschließend in die Landesliga nach Langenzenn, wo er zwei Jahre blieb. Es folgten noch einmal vier Jahre beim FC Herzogenaurach in der Landes- und Bayernliga, wobei es ihm noch einmal gelang Torschützenkönig zu werden. 1981 beendete der Torjäger schließlich seine Karriere – inzwischen wieder beim TSV Langenzenn. So ganz ließ ihn der Fußball allerdings noch nicht los und so war Ebenhöh noch einige Jahre in einer Privatmannschaft aktiv.

Parallel widmete er sich seiner Tenniskarriere, in den Achtziger und Neunziger Jahren spielte er in der Mannschaft des TC Langenzenn. Dem „weißen Sport“ ist er bis heute treu, wenn auch „nur noch zum Spaß“.

Neben seinen diversen sportlichen Karrieren ist Manfred Ebenhöh auch beruflich und privat erfolgreich. Seit 1969 ist er verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor und inzwischen ist Ebenhöh auch schon zweifacher Großvater. Beruflich ist er als Sachbearbeiter bei MAN tätig. Hin und wieder kann man den ehemaligen Stürmer auch im Ronhof treffen, doch meistens – so sagt er – verfolgt er die Spiele des Kleeblatts am Fernseher.
 

Andreas Goldmann

Saisonhistory
Saison Verein Liga Liga-
Spiele
Liga-
Tore
Pokal-
Spiele
Pokal-
Tore
Weitere
Spiele
Weitere
Tore
1966/1967  1. FC Nürnberg (Amat.) Bayernliga            
1966/1967  1. FC Nürnberg Bundesliga 1 1 0 0 0 0
1967/1968  1. FC Nürnberg Bundesliga 0 0 0 0 0 0
1968/1969  SpVgg Fürth Regionalliga Süd 31 7 1 1 0 0
1969/1970  SpVgg Fürth Regionalliga Süd 20 9 0 0 0 0
1970/1971  SpVgg Fürth Regionalliga Süd 34 12 0 0 0 0
1971/1972  SpVgg Fürth Regionalliga Süd 20 3 2 0 0 0
1972/1973  TSV Langenzenn Landesliga Mitte 31 25 0 0 0 0
1973/1974  TSV Langenzenn Landesliga Mitte 29 20 0 0 0 0
1974/1975  FC Herzogenaurach Landesliga Mitte 32 30 0 0 0 0
1975/1976  FC Herzogenaurach Landesliga Mitte 34 18 0 0 0 0
1976/1977  FC Herzogenaurach Landesliga Mitte 34 27 0 0 0 0
1977/1978  FC Herzogenaurach Bayernliga 32 8 0 0 0 0
1978-1981  TSV Langenzenn Bezirksliga Nord (Mittelfranken)            


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