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Anläßlich des 100. Jahrestages der Vereinsgründung der SpVgg Greuther Fürth wurde auch ein neues Wappen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es basiert auf dem Rundlogo von 1996, das nach dem Beitritt des TSV Vestenbergsgreuth entstand.

Warum das Logo so ist, wie es ist

  • Die Form des Wappens wurde gewählt, um die SpVgg Greuther Fürth bildhaft abzugrenzen und ein Alleinstellungsmerkmal in der Fußballbundesliga zu schaffen. In der Bundesliga befinden sich vorwiegend Vereine mit einem Rundlogo.
  • Das Gründungsjahr wurde aufgenommen und die bisherigen Erkennungsmerkmale Kleeblatt und Holzschuh integriert, um die Tradition zu wahren und zu dokumentieren.
  • Wappen signalisieren grundsätzlich Tradition, Selbstbewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese gelernten Assoziationen werden aufgegriffen und durch die moderne Gestaltung in die Neuzeit übertragen. Klare Wappenformen sind Zeichen mit hoher Fernwirkung und dokumentieren langjährige Tradition. - Als Schriftart wurde die Trade Gothic ausgesucht. Eine modern anmutende, klar und deutlich lesbare Schrift mit zeitlosem Charakter.
  • Bei der Farbwahl wurde neben den Vereinsfarben Weiß und Grün das Edelmetall Silber integriert. Die Farbe Weiß steht für Klarheit, Reinheit, aber auch für Weisheit. Grün symbolisiert Sympathie, Jugend, Lebendigkeit und vor allem Natürlichkeit. Alles Attribute, die auch die SpVgg auszeichnen. Silber ist hochwertig, zeitlos und steht neben Technik für Modernität. So werden die traditionellen Farben der SpVgg erhalten und durch eine moderne Farbe erweitert. Alle Farben sind positiv in ihren Assoziationsfeldern belegt.
Immer wieder werden wir nach den einzelnen Bestandteilen unseres Vereinslogos gefragt. Besonders über das Objekt neben dem Kleeblatt wird heftig diskutiert. Um den ganzen Sachverhalt besser zu verstehen, sehen wir uns zuerst die beiden Logos der SpVgg Fürth und des TSV Vestenbergsgreuth an:

Im Logo der SpVgg Fürth zeigt sich die tiefe Verbundenheit zur Stadt Fürth. Beide, die SpVgg und auch die Stadt, tragen das dreiblättrige Kleeblatt im Wappen.

Der TSV Vestenbergsgreuth trägt dagegen einen stilisierten Holzschuh in seinem Emblem. Bei dem Schuh handelt es sich um das Wappen der Familie Holzschuher, einer alten fränkischen Patrizierfamilie.

Durch den Betritt des TSV zur SpVgg und der Namensänderung in SpVgg Greuther Fürth entstand so aus den Elementen der beiden Vereine das neue Wappen mit den Kleeblatt und dem Holzschuh.

Wer historisch interessiert ist, kann im Wappenfenster der Kirche St. Peter und Paul in Poppenreuth gewissermaßen das Vereinsemblem von Greuther Fürth finden. Dort ist nämlich das Familienwappen der Nötteleins (mit dem dreiblättrigen Kleeblatt) und der Holzschuhers (mit eben diesem Schuh) aus einer Zeitepoche zu sehen, da jahrhundertelang noch nicht an den Verein zu denken war.

Wappen der Nötteleins
Wappen der Holzschuher
Das Kleeblatt selbst, die drei grünen Blätter in Silber (Weiß) symbolisieren wahrscheinlich die Dreiherrschaft, unter der die Fürther jahrhundertelang zu leiden hatten. Vom 15. bis 18. Jahrhundert nämlich bewegte man sich in dem damaligen Marktflecken, dessen Grundherr seit 1007 die Dompropstei Bamberg war, auf heißem Boden. In dieser Zeit erhoben neben Bamberg auch die Burggrafen von Nürnberg, seit 1415 Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, Ansprüche auf den Ort. Und bald drängte auch die Reichsstadt Nürnberg herein. Fürth wurde im wahrsten Sinne des Wortes zum Zankapfel. Um die Landeshoheit über die Gemeinde nachzuweisen, wurden jahrzehnte-, ja sogar jahrhundertelange Prozesse geführt.

Das herrschaftliche Nebeneinander erforderte den Untertanen höchste Flexibilität ab. Denn, je nachdem, in welcher Häuserzeile, in welchem Block oder in welchem Gebäude sie wohnten, gehörten sie entweder zum Dompropsteiamt Bamberg, zum Markgraftum Ansbach oder zur Stadt Nürnberg. Immerhin durften die Bewohner auch eine politische Gemeinde bilden, und deshalb kamen dort mehr Männer als in manch anderen Orten zu Bürgermeisterehren. So wurden bis 1697 je zwei dompröpstisch-bambergische und je zwei Nürnbergische Untergebene in dieses Amt gewählt. Von 1719 bis zum Übergang Fürths an Preußen verwalteten sogar je drei dompröpstische und Nürnbergische und je zwei brandenburgisch-ansbachische Oberhäupter die Gemeinde.

Über die Streitigkeiten ihrer drei Territorialherren haben die Fürther oft geklagt. Sie hatten aber auch ihr Gutes: Denn dadurch entstand auf manchen Feldern ein Machtvakuum. Und deshalb gab es kaum irgendwo so viele Freiheiten wie in Fürth. Profitiert haben davon nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Protestanten, Katholiken und Juden. Sie machten aus der Stadt ein Paradies der Bekenntnisfreiheit. Das wiederum führt zur zweiten Version, die über das Stadtwappen im Umlauf ist. Urheber war der Arzt Georg Tobias Christoph Fronmüller. In seiner „Chronik“ von 1872 deutete er das Kleeblatt als Symbol für die drei in Fürth friedlich zusammenlebenden Religionen.

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